Review

Die 8 nimmt ein Ende

Verfolgt sich selbst, lässt dich nicht mehr los,
setzt sich ohne zu fragen in deinen Schoß.

Lyrisches Zelluloid, magisches Enigma,
verläuft nicht nach einem üblichen Stigma.

Ein Nachmittag wie Alptraum & Himmel,
da hören ungeduldige Kunsthasser früh die Bimmel.

Dali & Bunuel konnten es nicht besser,
ein Schlüssel zur Seele, wird dann schonmal zum Messer.

Feministisch & mehr Fragen als Antwort,
danach kann man froh sein, man kennt noch seinen eigenen Standort.

Kaum ein Film hat ein Reim-Review so sehr verdient,
eine Frau hat selten sprachlos so gut dreifach gemimt.

Schnitt & Avantgarde-Optik suchten nicht nur damals ihres Gleichen,
ein Erfolg, wenn Gedanken schweren Gefühlen weichen.

Speerspitze des künstlerischen Anspruch,
so schnell werfe ich nicht das blutige Handtuch.

Attacke auf das Unterbewusstsein, Interpretationen en Masse,
weiß nicht ob die Eindrücke ich überhaupt schon fasse.

Eine Analyse könnte gehen seitenlang,
hier zieht die Inspiration an einem seltsamen Strang.

Bizarr, abstrakt & Vorbild für Viele,
ich dabei nicht nur auf "Eraserhead" schiele.

Fazit: einer der wichtigsten, surrealsten & mysteriösesten Kurzfilme aller Zeiten. Schlau wird man nicht, dafür aber erleuchtet. Ein kreisförmiges Gedicht in Filmform, dass wohl beweist, was für eine einmalige Kunstform der Kurzfilm sein kann. Alptraum, Selbstmord, Ehehölle - ein Nachmittag mit Seltenheitswert & vielen Lösungen. Oder keiner.

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