" Red Dawn " ist ein sehr umstrittener, beinahe Kultfilm, denn kennen tut ihn eigentlich fast Jeder. Nach dem Ausflug ins Fantasygenre mit " Conan - Der Barbar " versuchte sich Regisseur John Milius mal an einem Actionfilm, welcher wegen seiner unkorrekten politischen Botschaft und der hohen Gewaltbereitschaft, auch gegen Kinder, sehr lange indiziert war. Die Kritiker waren von dem Werk alle nicht begeistert, zudem musste der Film nachträglich entschärft werden, um ihn freigeben zu können. Doch wahrscheinlich genau deshalb ist er heute so bekannt, selbst die ungekürzte Fassung kann man heute im Free oder Pay TV bewundern.
Story:
In einem kleinen Nest landet auf einmal eine ganze Einheit von Fallschirmspringern, bestehend aus Russen und Kubanern. Sie nehmen das ganze Dorf unter Beschuss, richten Teile der Bevölkerung hin und nehmen den Rest gefangen. Nur der junge Jed ( Patrick Swayze ) und ein paar andere Jungs ( Charlie Sheen, C. Thomas Howell u.a. ) können sich in die Berge absetzten. Von da nehmen sie den Kampf gegen die Übermacht auf, doch Streitereien in der Gruppe und der harte Überlebenskampf machen ihnen ganz schön zu schaffen.
Hier kriegen es die Russen mal wieder mächtig dicke ab, dazu ist die politische Botschaft mehr als nur fragwürdig. Über die politischen Aspekte sollte man ganz hinweg sehen, damit man sich bei " Red Dawn " gut unterhalten kann. Die Idee mit der Invasion auf ganz Amerika ist solide, doch man konzentriert sich nur auf das kleine Dorf und vom Rest bekommt man fast gar nichts mit. Auf jeden Fall wurde das Ganze mit einer gehörigen Portion Patriotismus gewürzt. Auch der instrumentale Score hält ein paar sehr patriotische Melodien parat, untermalt jedoch die Action sehr gut und bietet Abwechslung. Die Darstellung der Kulisse ist gut gelungen, vor allem wenn man sich in kälteren Jahreszeiten bewegt. Der Film spielt nämlich über einen längeren Zeitpunkt hinweg und die kleine Gruppe um Jed muss sehr lange in den Bergen ausharren. Dies führt natürlich zu einem harten Überlebenskampf und Konflikte untereinander. Richtige Dramatik kommt aber nur einmal bei der Enttarnung des Verräters auf, ansonsten schafft es Milius nie richtig in die Tiefe zu gehen. man sollte sich darauf vorbereiten, dass auch sympatische Charaktere hier ihr Leben lassen. Die Erzählweise ist ziemlich rasant geraten, jedoch nicht sonderlich spannend. Zumindest kann man mit der krachigen Action zufrieden sein, auch wenn jede Actionszene der Nächsten gleicht. Massenhaft Shootouts mit sehr hohem Munitionsverbrauch und riesen Explosionen, dazu wurde alles handgemacht. Häuser, Fahrzeuge, alles wird dem Erdboden gleichgemacht. Das Budget muss ordentlich gewesen sein, denn die Sachschäden sind enorm. Fast schon Guerrillamethoden wendet die Gruppe, welche sich bald " Wolverines " tauft, bei ihren Gegnern an. Der Bodycount steigt stetig in große Höhen und auch einige Härten, wie blutige Einschüsse sind gegeben.
Die vielen Jungdarsteller wie Patrick Swayze, Jennifer Grey, Charlie Sheen und C. Thomas Howell machen einen guten Job. Daneben gibt es noch bekannte Gesichter wie Harry Dean Stanton oder Powers Boothe.
Fazit:
Krachiger Actioner mit massenhaft Sachschäden und riesen Explosionen, ab er sehr fragwürdiger Botschaft. Der Film ist auch etwas zu lang geworden und die Action ist immer Dieselbe. Die Jungdarsteller sind gut gewählt, aber richtig in die Tiefe geht man nicht und an Spannung mangelt es auch. Aber unterhalten wird man richtig gut, nur im letzten Drittel geht dem Film die Puste aus.