Zwei Gauner brechen aus dem Gefängnis aus, nehmen sich kurzerhand eine weibliche Geisel und geraten schon bald an einen Gangsterboss, der sich wenig später als Anführer einer Alienrasse entpuppt, die sich durch "Besamen" von männlichen Gesäßen fortpflanzen und Frauen im wahrsten Sinne des Wortes zum Fressen gern haben.
So niveaulos, wie es klingt, ist es letztendlich auch. Der Film besteht abgesehen von der Alibi-Story nur aus einer Aneinanderreihung von Fäkalwitzchen, Schiessereien im Tarantino-Stil und einigen ganz netten Splattereffekten, die allerdings weniger schwarzhumorig als vielmehr sinnlos und albern daherkommen. Genauso verhält es sich mit einigen Scherzen am Rande, die den Film comichaft und überdreht wirken lassen sollen, aber größtenteils einfach nur dumm sind. Die Höhepunkte bilden hier der Running-Gag mit dem unterbelichteten Polizisten und vor allem die Methode, mit der man die Aliens (oder auch Zombies) endgültig in die ewigen Jagdgründe befördern kann. Humor, über den man wohl erst ab dem fünften oder sechsten Bier lachen kann. Aber alles ist dann doch nicht schlecht: Die Sequenz mit dem gefangenen Zombie und der Kettensäge macht auf ihre eigene Art und Weise einen Heidenspaß, blitzt hier doch der so oft gewollte schwarze Humor auf, leider zum einzigen Mal im ganzen Film.
Auch bei den Schauspielern ist eher wenig Bemühen zu erkennen, den Figuren so etwas wie Farbe oder sogar symphatische Ausstrahlung zu verleihen. Man beschränkt sich hier größtenteils auf den Coolness-Faktor, der aber stets irgendwo bei Null liegt: Mit zwei Knarren in der Hand durch die Luft fliegen und wild um sich ballern - das haben auch andere schon gekonnt, und besser. Auch böse Typen mit gelben Anzügen und schwarzen Sonnenbrillen oder ein analfixierter Alienanführer tragen nicht zwingend zu einer möglichen Aufwertung bei.
"Mucha Sangre" zeichnet sich hauptsächlich durch überlange Ballerorgien, albernen Fäkalhumor und tumbe, unsympatische Charaktere aus. Was bleibt, ist ein nettes Gangster-Alien-Splatter-Trash-Filmchen, das sich durch zuviel gewollte, aber nicht erreichte Coolness selbst ins Abseits befördert. Muss man nicht gesehen haben.