Evil Dead, Texas Chainsaw Massacre, Mission Impossible, Matrix, jede Menge JohnWoo-Shootouts, Braindead, Perdita Durango, Russ Meyer, Bad Taste, Sesamstraße und was-weiß-ich-nicht-noch-alles in einem Film?
Dazu Beathoven’s Neunte als Soundtrack?
Geht das überhaupt?
Es geht. Es geht sogar richtig gut. Und dazu gibt es mucha sangre...viel Blut. Gaaaaaanz viel Blut.
Und das ganze wirkt noch nicht einmal geklaut. Die Macher dieser splattrigen Gewaltorgie haben Ihre Vorbilder perfekt studiert und setzen diese in dieser Hommage an das fantastische Kino der letzten 30 Jahre (oder etwas mehr) gekonnt in Szene.
Die Story ist völlig hirnrissig, was den Film aber nicht schlechter macht. De facto ist sie eigentlich völlig egal. Aliens wollen diese Erde mal wieder unterjochen und deponieren dazu ihren Samen (jep...) in den Hinterteilen der männlichen Bevölkerung (zum Glück erstmal nur in Spanien...das erklärt u.U. die ganzen Verrückten in El Arenal...). Mädels werden auch gebraucht. Sie sollen nach ihrer Verwesung als Nahrung dienen. Die Zombies können natürlich auch in diesem Film getötet werden – durch einen Schuss in die Kronjuwelen. Und von Schüssen in den Unterleib gibt es reichlich. Und auch sonst werden alle möglichen Körperteile durchlöchert, abgeschossen, abgeschnitten oder abgesägt. Und die Szene mit dem Auge ist richtig uaaaaaaah.
Und es gibt den Traum einer jeden Hausfrau – Oberhemden, die sich auch noch nach der größten Blutorgie selbst reinigen. Absicht oder Versehen? Egal. Für Logik ist hier nicht der richtige Platz.
Der richtige Horror kommt –wie auch bei Braindead und seinen übrigen Zelluloidverwandten- bei diesem Streifen natürlich nicht auf. Das war wohl von den Verantwortlichen auch zu keiner Zeit beabsichtigt. Zu lachen gibt es – vorausgesetzt man steht Fäkalslapstick nicht von vorne (oder besser, hier: VON HINTEN) rein negativ gegenüber – reichlich. Alles in allem DER Film für zwei dufte Kumpels und ne Kiste Bier. Oder, noch besser, ein paar Flaschen spanischem Rotweins.
Passt auf eure Ärsche auf...
Im Leben ist ja so ziemlich alles Geschmackssache – mein Geschmack war es auf jeden Fall. Deshalb gibt es von mir hier 9 von 10 Punten!
Acht für den Film an sich. Und noch jeweils nen halben drauf für Beethoven und die Obermänner der Hauptdarstellerin...
Ausleihen! Kaufen! Weitersagen!