Das gut gebaute, ihr Dekolleté stolz zur Schau stellende Horror-Kult-Babe Cassandra Peterson (aka Elvira) präsentiert und kommentiert auf ihre gewohnt launige Weise einen Zusammenschnitt blutiger Szenen aus den Höhen & Tiefen der Filmgeschichte.
Da hatten Charles Band und Ken Dixon wohl den schnell verdienten Rubel im Auge, als sie die fast zweistündige Kompilation Filmgore zusammenschusterten. Die Idee, die gorigen Höhepunkte diverser Horrorfilme aneinander zu schneiden und von einer "Expertin" kommentieren zu lassen, ist ja - zumindest für Gorehounds - so schlecht nicht. Highlights aus dem Schaffen von Argento, Carpenter, Fulci, Lewis, Craven, Deodato, Romero, Hooper usw., da hätte man es so richtig schön krachen lassen können. Aber nix da. Die Macher hatten anscheinend nur Zugang zu zehn Filmen, und von diesen zehn Filmen sind drei nicht mal besonders blutig. Serviert werden Zusammenschnitte diverser Szenen aus den folgenden Filmen (in alphabetischer Reihenfolge): The Astro-Zombies (Astro-Zombies, Roboter des Grauens, 1968), Blood Feast (1963), Carnival of Blood (1970), Dr. Jekyll's Dungeon of Death (1979), The Driller Killer (1979), Drive In Massacre (1977), Fiend (Angst der Verlorenen, 1980), Snuff (1976), The Texas Chain Saw Massacre (Blutgericht in Texas, 1974) und Two Thousand Maniacs! (1964). Je nach Film laufen die Szenen zwischen ungefähr fünf und etwa zwanzig Minuten, und im besten Fall funktioniert das Ganze wie eine aufs Wesentliche reduzierte Super-8-Fassung. The Texas Chain Saw Massacre ist z. B. auch in der Kurzfassung ein echter Terror-Kracher; bei den Astro-Zombies - nicht gerade das Paradebeispiel eines Splatter-Movies - herrscht hingegen lange Weile. Dazu noch die mal mehr, mal weniger witzigen Kommentare von Elvira, die mit Fortdauer zunehmend zu nerven beginnen. Nein, das war leider nix. Schade.
Fazit: Dieser uninspirierte und lieblose Schnelldurchlauf ist flüssiger als flüssig, also überflüssig.