Jean Jacques Annaud (Der Bär) hat einen Thriller geschaffen, der sich als gute europäische Produktion behaupten darf. Da es davon ja nicht all zuviele gibt. Der Roman von Umberto Eco wurde an einigen Stellen fast genau abgefilmt. Aber der Film ist trotzdem sehr gut geworden.
Sean Connery ist ja schon Grund genug sich den Film anzusehen, da er wie immer eine super Leistung vollbringt. Ebenso Ron Pearlman als buckeliger Mönch, er spielt den etwas sonderlichen Salvadore sehr gut und auch sympathisch. Der Rest ist auch sehr gut (vor allem F. Murray Abraham als Schurke).
Zur Geschichte. Der Kapuziner und Franziskanermönch William von Baskerville (Sean Connery) besucht im Mittelalter eine Abtei im Norden Italiens. Dort hat sich ein Todesfall ereignet, der zunächst als Selbstmord abgehandelt wird. Als dann später ein zweiter Toter auftaucht ist klar, dass es sich um einen Mord handelt. William und sein Schüler Adson (Christian Slater) versuchen die Morde aufzuklären und sie müssen sich beeilen, denn schon bald kommt die heilige Inquisition um den Fall zu lösen.
Die Story ist interessant und wird in keinem Teil des Films vernachlässigt. Die Charaktere im Film sind aber zu keiner Zeit sympathisch. Der etwas naive und neugierige Adson ist nicht unbedingt der interessante Charakter und William ist auch mit seinem Forscherdrang etwas unsympathisch. Umberto Ecos Roman hat zwar eine zu seinen Vorstellungen nicht gute Verfilmung von seinem Roman bekommen, aber wer das Buch nicht gelesen hat, wird hiermit gut bedient werden, da Spannung und ein wenig Wortwitz drin enthalten sind.
Die Kulissen überzeugen jederzeit und man fühlt sich auch tatsächlich in die alte Zeit versetzt. James Horners Musik ist auch sehr schön anzuhören und passt sehr gut zum Film.
8/10 Punkte für den wohl besten nichtamerikanischen Krimi unserer Zeit.