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Umberto Eco lieferte die Vorlage für einen Mittelalterkrimi der Extraklasse.

Franziskanerbruder William und sein Novize Adson untersuchen eine Mordreihe an einer norditalienischen Abtei.Sie müssen sich mit der Aufklärung beeilen,denn die heilige Inquisition ist im Anmarsch.

Diese europäische Produktion kann als rundum gelungen bezeichnet werden,denn Annaud schuf eine unglaublich dichte und unverschönte Mittelalteratmosphäre,die sehr authentisch daherkommt.Die Kulissen sind ordentlich düster und das Innere der Abtei mit den verborgenen Gängen ein treffender Schauplatz für ein Finale.
Der Score von James Horner trägt ebenfalls stark dazu bei,dass man sich schnell wie im Mittelalter fühlt.
Besonders hervorzuheben sind die darstellerischen Leistungen:Sean Connery als weiser Mönch mit intelligentem Wortwitz und wohldosierter Ironie gibt eine Meisterleistung ab.Ron Perlman kann sogar für kleine Schmunzler sorgen,der mit seinem Kauderwelsch aus mehreren Sprachen als Buckliger in Erscheinung tritt.Aber auch Leute wie Volker Prechtel,den man eigentlich nur aus niveaulosen Billigfilmchen kennt,überzeugen.

Ein spannendes Werk mit überragender Atmosphäre und tollen Darstellern,die in seiner komplexen Geschichte auch Handlungsnebenstränge wie Ketzerei und Liebesgeschichte gekonnt miteinander verknüpft.
Kein typischer Mittelalterfilm und vielleicht gerade deshalb einer der besten.
9 von 10 Punkten

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