Befassen wir uns erst mal mit dem Film, der aus Jackie Chan eine lebende Legende machte. Die Story ist ja einigen bekannt. Jackie wird nach seinem kurzen Auftritt in "Hand of Death" vom einstigen Bruce Lee- Regisseur Lo Wei endeckt. Weil er bei Bruce Lee mit seinen Argumenten nicht ankam, dachter er wohl, suche ich mir ein neues Zugpferd zum anscheissen. Danach folgen die müde "Fist of Fury"- Fortsetzung "New Fist of Fury" und "Shaolinn Woodenmen". Lo Wei will seine eigenen Ideen durchsetzen und besetzt ihn als bescheurt aussehenden Schwertkämpfer in "Killer Meteors" und "Magnificent Bodyguards". Nach diesen Flops geht dann Wei auf Jackie's Ideen ein und drehen die wenig gelungenen Chop Sockies "Half a loaf Kung Fu" und "Spirital Kung Fu".
Lo Wei weiss nicht weiter und leiht ihn dem Produzenten NG See Yuen aus, um dann die offiziel erste Kung Fu- Komödie "Snake in the Eagles Shadow" zu drehen. Beide landen einen Achtungserfolg und wagen sich an ihr nächstes Projekt: "Drunken Master". Und Jackie wird ein gefeierter Star. Nach zwei weiteren Hits meldet sich auch Hollywood bei ihm.
STORY: Fei Hung (Jackie Chan) ist ein Taugenichts. Er ist hinter Frauen her und vertreibt sich die Freizeit nur mit Blödsinn. Dabei reitet er sich immer ins nächste Schlamasel. Als er vor Vater's Strafen abhaut und ihn neuer Ärger erwartet, weil er in einem Lokal die Zeche prellt, lernt er den alten Säufer Su Hei (Simon Yuen) kennen. Der stellt sich als sein Grossvater heraus, den Fei Hung's Vater beauftragt hat in seine Obhut zu nehmen. Anfänglich bezieht Fei Hung nur Prügel, was in wieder veranlasst das Weite zu suchen. Jetzt will ich nicht ins Detail gehen. Wir kennen den üblichen Jackie- Chan- Handlungsablauf. Jackie kriegt von seinem zukünftigen Widersacher Prügel und trainiert hart für den anstehenden Endkampf.
"Noch eine alberne Kung Fu- Komödie aus den siebzigern" werden viele denken. "Drunken Master" ist die Geburt von "Knochenbrecher" Simon Yuen. Danach wurde seine Rolle, teilweise mit ihm, in vielen nachfolgenden Eastern oft kopiert. Gute Beispiele: "The Magnificent Butcher", Mad Monkey Kung Fu". Schlechte Beispiele: "Blind Fist of Bruce", "Der Kleine und der Drunken Master". Aber keiner kommt so lebhaft rüber wie dieses Orginal. Die unzähligen Bruce- Lee- Kopien wurden durch dieses neue Genre abgelöst. Gut, nach einer Zeit war auch diese Reihe abgelutscht. Dennoch hat Jackie Chan danach mit "Police Story" neue Filmgeschichte geschrieben. Und so entwickelte sich das Genre weiter. Kennt man einen, kennt man alle, kann man sagen. Oder mag man einen, mag man alle. Zwar sind diese Filme schnell mal runtergekurbelt worden, aber viele Fans sehen sie sich gerne an. Der siebziger Jahre- Look!! Das nennt man Nostalgie. Kurz bevor Fei Hung die Techniken der betrunkenen Götter erlernt, kommen sich Meister und Schüler näher. Leider wurde diese Szene in der deutschen Fassung stark geschnitten. Als beide Nachts in der alten Hütte gemeinsam Wein trinken, wird das Verhältnis zwischen Meister / Mentor und Schüler / Gelehrter deutlicher gezeigt. Der "Drunken Master" erzählt von alten Schlachten und Fei Hung kippt sich reichlich Wein ein.
Hier stimmt die Chemie zwischen beiden und dem Puplikum.
Ich will nicht behaupten, dass "Drunken Master" zu den besten Kung Fu- Filmen zählt, doch er ist für mich ein zeitloser Klassiker und ist einer von Jackie Chan's besten Filmen. 9 / 10