Review

„So ein Satansbraten“ oder „Problem Child“, man möge es nennen wie man will, könnte man durchaus als eine etwas härtere Variante eines „Kevin - Allein zu Haus“ betrachten. Schließlich gibt es auch hier ein kleines, manchmal nicht gerade artiges Kind, mit dem keiner so richtig klarkommt, in dem aber trotzdem ein guter Kern steckt. Dieses Kind wird aber nicht zu Haus vergessen sondern wechselt ständig das Zuhause, da es aufgrund seines Verhaltens ständig neuen Eltern vor die Tür gesetzt wird bis es letztendlich im Waisenhaus landet. Gibt es wirklich von Grund auf böse Kinder? Diese Frage beantwortet der Film sehr schnell und zwar in Form von einer Menge guter Gags, die allesamt noch eine ganze Ecke fieser (und lustiger) sind als in dem bereits erwähnten Streifen mit dem allein zu Haus gebliebenen Kind.

Story:

Flo und Ben wünschen sich schon seit einiger Zeit ein Kind. Als sich jedoch herausstellt, dass Flo keine Kinder bekommen kann, möchte man es mit einem Waisenkind probieren. Vom Direktor des Waisenhauses wird ihnen dann ein siebenjähriger Junge namens „Junior“ aufgeschwatzt. Dass dieser kleine Kerl eine wahre Ausgeburt der Hölle ist, wird verschwiegen. Von nun an malträtiert Junior seine neuen Eltern ständig mit Streichen der übelsten Sorte und macht sich bei allen unbeliebt. Nur sein neuer Vater mag ihn, dreht aber auch langsam durch. Als Junior dann von einem gesuchten, geisteskranken Mörder gekidnappt wird (bzw. freiwillig mit ihm geht), macht sich Ben doch auf die Suche um seinen Sohn zu retten.

Schauspieler:

In diesem Film überzeugt die Besetzung einfach auf der ganzen Linie. Michael Oliver ist perfekt für seine Rolle als kleiner Satansbraten (liegt vielleicht am feuerroten Haar) geeignet. Er kann mit seinen dämonischen Gesichtausdrücken genauso überzeugen wie John Ritter als liebevoller, leicht vertrottelter, gutmütiger und später leicht durchgedrehter Vater. Amy Yasbeck als Flo passt sehr gut in die Rolle der Möchtegern – reichen Zicke. Bleibt nur noch Jack Warden, der den Opa mimt und die ganze Zeit griesgrämig, unfair und rücksichtslos daherkommt. Auch er ist klasse.

Fazit:

Hier handelt es sich um eine wirklich gelungene Komödie für Groß und Klein, die dem Vergleich mit „Kevin“ locker standhält. Es gibt einfach jede Menge gute Gags, ob nun Flo eingesperrt in einem Koffer auf einem LKW voller Schweine landet oder Jack Warden die Leute vor seinem angestrebten Bürgermeisterwahlsieg vor laufenden Kameras beleidigt, hier kann keine Auge trocken bleiben.
Empfehlenswert!

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