Inhalt:
China Ende des 13. Jahrhunderts. Seit einigen Jahren befindet sich das Reich der Mitte unter dem Joch der mongolischen Yuan-Dynastie, einst vom Enkel Dschinghis Khan´s, Kublai, begründet.
Den Han-Chinesen verpflichtet, versucht die Dragon-Gang-Triade den Invasoren Widerstand entgegen zu bringen. Doch ihr Anführer ist tot!
Nachfolger soll der Kämpfer Fu Zhong Yuan (Austin Wai Tin-Chi) werden, der die Kunst des KungFu einst im Kloster der Shaolin erlernte.
Gerade als Master Kuang (Ku Feng) und Master Chen (Shum Lo) die Inthronisation Fu´s rituell vornehmen, erscheinen die Triaden-Mitglieder Zhang Hua (Bruce Leung Siu-Lung) und die ominöse Sister Shi (Lau Nga-Lai) auf der Bildfläche...!
Sie führen 2 Schreiben mit sich..., eines ist vom verstorbenen Triaden-Führer, eines von einem Freund des Verstorbenen an diesen gerichtet.
Falls Fu in irgendeiner Form illoyal gewesen sein sollte, so steht es im Schreiben des Verstorbenen, soll Fu umgehend getötet werden.
Das 2. Schreiben hat es indes noch viel mehr in sich: Hieraus geht hervor, dass Fu gar kein Han ist..., sondern ein Mongole...!
Aus dem darauffolgenden Scharmützel kann Fu die Flucht ergreifen..., doch das Paar, welches Fu einst aufnahm, ist von der Gang längst liquidiert!
Auf der Gegenseite, ist der mongolische General Mang Yi Tu (Chen Kuan Tai) der Erzfeind der Dragon Gang-Triade.
Dieser ist auch im Besitz des Dragon-Stabs..., und diesen will Fu Zhong Yuan dem Mongolen entreißen.
Doch gleichzeitig will noch jemand anderes diese Insignie der Macht an sich nehmen..., die junge Lin Xue Er (Tai Liang-Chun). Sie wird schwer verletzt..., und Fu bringt sie in das Lager der Triaden.
Doch auf Hilfe kann Fu hier kaum hoffen....
Fu Zhong Yuan..., wer ist er wirklich? Welches Geheimnis umgibt seine Herkunft? Der junge Mann will endlich Klarheit.
Lin Xue Er´s Vater...., der Magistrat Lin Qing (Ching Miu)...., er ist im Besitz der Wahrheit: Fu Zhong Yuan ist niemand anderes, als der Sohn des mongolischen Generals Mang Yi Tu...!
Fakt ist zudem, dass sich ein Verräter in den Reihen der Dragon Gang aufhält...., und Sister Shi ist mehr als verdächtig.
Doch welche Rolle spielt der eigentlich in sich ruhende, alles beobachtende Li Ta-Hung (Jason Pai Piao) innerhalb der Gang?
Die agenturische Durchdringung der Gang zahlt sich indes aus, und die Mongolen mit Mang Yi Tu stürmen das Quartier der Dragon Gang-Triaden.
Und Fu Zhong Yuan...., er stellt sich gegen seinen eigenen Vater........
Fazit:
Im Jahre 1982 schuf Regisseur Tsui Siu-Ming dieses mitunter ziemlich schwermütige Eastern-Drama für die Studios der Shaw Brothers.
Ausschließlich in den engen, künstlichen Studio-Sets der Shaw Brothers entstand, in üppiger Ausstattung und mit rasanter KungFu-Action garniert, ein oft spannendes aber mitunter auch langatmiges Melodram um die brüchige Figur eines Mannes, der an seiner Herkunft zweifelt und verzweifelt.
Dies war für meinen Geschmack denn doch etwas sehr schwermütig geraten...., sehr komplex zudem, obgleich der Streifen ja nur über eine Laufzeit von 84 Minuten verfügt, muss man auch schwerfällige Passagen überstehen..., und am Ende geht dafür manches etwas zu sehr ratzfatz.
Ich will niemandem die Bemühungen absprechen..., Regisseur Tsui Siu-Ming wollte einen wohl durchaus ambitionierten Eastern erschaffen...., in der Storyline und auch darstellerisch durch die Hauptperson.
Diese wuchs in einem han-chinesischen Umfeld auf, war und ist aber immer ein Mongole gewesen. Eben ein Spross jener Invasoren, die das chinesische Volk in den Jahren von 1275 bis 1368 unterdrückten.
Um dieses Drama und die darin enthaltene Zerrissenheit dieser Figur baut Tsui Siu-Ming seinen Eastern..., der es somit schwer hat, auch ein solcher zu sein, da alles irgendwie zwischen Melodram und Actioner hängt. Das macht die Sache für den Betrachter etwas zäh..., zumal sich wohl fast nur eingefleischte Eastern-Fans unter den Betrachtern tummeln dürften.
Immerhin gelingt es der Regie noch, die Storyline einigermaßen geradlinig zu erzählen, wenn man sich auf den Rohbau dieses Plots konzentriert und unwichtiges außer Acht lässt. Dann wird man auch als Eastern-Fan noch ganz passabel unterhalten. Eastern und Melodram....., das zu mischen muss gekonnt sein, gelingt aber der Regie nur bedingt.
Star des Streifens ist Austin Wai Tin-Chi. Er spielt diesen brüchigen Charakter wie ich finde bravourös..., auch seine Darstellung rettet den Streifen. Verzweiflung..., ja Selbstzweifel, "zeichnen" diesen Mann "aus"...., und das bringt Austin mit allen ihm zur Verfügung stehenden mimischen Mitteln rüber. Darüber hinaus fightet er agil und spritzig.
Co-Star ist hier der MegaStar der Shaw Brothers, Eastern-Ikone Chen Kuan Tai. Es ist nicht so ganz "sein" Film..., er geht mir hier ein bissel zu sehr ... unter. Er hängt hier irgendwie in der Luft, ich weiß nicht..., Held ist er eh nicht, aber auch nicht richtig Villain, denn das übernehmen posthum andere. Aber er hat ein paar knackige Fight-Szenen..., und das will man ja von ihm sehen.
Tai Liang-Chun ist hier der niedliche Käfer in der weiblichen Hauptrolle...., Ku Feng agiert souverän wie immer, Lau Nga-Lai und Jason Pai Piao agieren indes gekonnt als die undurchsichtige Figuren, die sie verkörpern.
Der Streifen lebt zudem von seiner typischen Shaw-Atmosphäre, jenen luxuriös-künstlichen Studio-Sets, in denen man auch der "Natur" in beengtem Raum den eigenen Stempel aufdrückte.
Hinzu kommt hier die rasante Action..., Swordplay, und vor allem KungFu-Fights, die sauber und temporeich-dynamisch choreographiert sind. Durchaus realistische Fights..., aber im Finale wird es etwas tricky..., hätte man für meinen Geschmack aber anders und besser machen können.
"Gang master"...., ein Eastern aus der Spät-Phase der Shaw Brothers, was man dem Streifen auch etwas anmerkt..., und somit kann er auch aus dem gewaltigen Kanon des Studios nicht herausragen.
Lohnt durchaus einen Blick..., der Film hat zwar Schwächen aber auch Stärken..., sehr knappe 6/10 Punkte kann ich hier noch vergeben.