In einer englischen Region, in der der berüchtigte Hexenjäger Albino das Volk terrorisiert, erscheint Lord Cumberland, der von nun an die Inquisition leiten soll, zum Leidwesen des bisherigen Kirchenschergen. Was sich erst viel versprechend angeht, gerät immer mehr zu einem Machtkampf zwischen den Hexenjägern und ihren Gefolgen. Dabei bleiben natürlich einige Unschuldige Mitbürger auf der Strecke, wenn die selbstgefälligen Diener Gottes zur Tat schreiten. Dies tun sie sehr häufig, so wird dem Zuschauer eine mannigfaltige Palette an Folterungen und Torturen präsentiert. Zimperlich gehen die Folterknechte rund um Herbert Fux nicht gerade mit den Angeklagten um, jedoch ist die technische Umsetzung meist typisch Billigproduktion und weniger splatterig, eine Hand voll herber Ausnahmen bestätigen die Regel. Das die Story drumherum nie allzu üppig ist und die Schauspieler zwar solide, aber nicht oscarverdächtig agieren verzeiht man diesem unterhaltsamen Exploiter, von dem sich einige Inquisitions- oder Nunploitationfilme eine Scheibe hätten abschneiden können. Denn schließlich liefert "Mark Of The Devil" ein inhaltlich kritisches Dokument zur finsteren Geschichte der Kirche ab, ohne irgendwelche Längen zu besitzen. Statt dessen wirkt das gesamte Werk sehr straff und versetzt den Betrachter in einen bemerkenswerten kurzweiligen, teilweise nachdenklich stimmenden Kostümfilm.
Fazit: Vorzeigefilm für saubere Inquistionkritik, welche für Exploitationfans ein "must see" darstellt. 7/10 Punkten