Alle Kurzkommentare


8

Neben dem ersten GODZILLA aus dem gleichen Jahr gibt es wohl kaum einen so Weg weisenden B-Film über radioaktive Riesenmonster, denn FORMICULA ist der Prototyp für alle Invasionen gigantischer Käfer, Spinnen und anderem Ungeziefer. Weil die mechanischen Ameisenattrappen nicht so viel hergeben, werden sie nur sehr sparsam und gezielt eingesetzt. Seine Wirkung bezieht dieser Mutantenhorror vielmehr aus seiner Geräuschkulisse (diese furchtbare Gezirpe!), seinen ausgesucht unheimlichen Schauplätzen (Wüste bei Sandsturm, Ameisenbau, Kanalisation, schön klaustrophobisch!) und der verweifelten Suche nach der Ameisenkönigin. Und der Moment, wo das kleine Mädchen beim Geruch von Ameisensäure aus ihrem Schockzustand erwacht, ist unvergesslich. Ähnlich wie KRIEG DER WELTEN hätte auch diese Story sicher sehr gut als verstörendes Hörspiel funktioniert.

6

"Formicula" ist ein naiver Monsterfilm, in dem Regisseur Gordon Douglas seine Riesenameisen gut in Szene zu setzen weiß. Inhaltlich reflektiert der Film (plakativ, aber durchaus glaubhaft) die damals latent vorhandene Angst vor den Neuerungen des atomaren Zeitalters. Angesichts dessen erscheint es etwas störend, das der finale Akt des Films die Armee als rettende Engel darstellt. (In dieser Hinsicht scheint sich die amerikanische Mentalität bis heute nicht weiterentwickelt zu haben.) Wie dem auch sei: Insgesamt ist "Formicula" unterhaltsam und spannend, kann allerdings weder den trashigen Charme noch die spektakuläre Monster-Action der "Godzilla"-Filme bieten, denn dazu kommen die Ameisen-Modelle zu selten zum Einsatz.

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