„All play and no work makes Ginger a swinging chick.“
Eine Bande von Gangstern verschleppen hübsche, junge Mädchen, die dann an reiche Männer weiterverkauft werden. Zuvor werden sie allerdings, um ihren Willen zu brechen, gepeinigt und misshandelt. Die Agentin Ginger wird auf den Fall angesetzt und kann mit Hilfe eines Lockvogels das Versteck der Bande ausmachen...
In ihrem zweiten Fall lässt es die immerspitze Cheri Caffaro als Ginger, eine Art James Bond des Sexploitationfilms, noch mal richtig krachen. Entführte Mädchen, die gepeinigt und in Härtfällen auch vergewaltigt werden nur um ihren Willen zu brechen, dürfte das Herz eines jeden Sexploitationfans höher schlagen lassen. Und wie zu erwarten ist das ganze sehr frauenfeindlich. Durchdenken wir das Ganze kurz: Die Mädchen werden entführt und müssen sich unter vorgehaltener Waffe ausziehen, bis auf das Höschen. In einem Kellerraum müssen sich die Mädls dann vollständig ausziehen, was den Entführern symbolisiert, dass ihr Wille gebrochen ist. Etwas eigenwillige Logik, aber nun gut. Die armen, entführten und gepeinigten Mädels werfen sich dann schick in Schale und präsentieren sich ihren reichen Herren, die ordentlich Asche vorgelegt haben. Beim gemeinsamen Diner finden sie die Sache dann doch ganz gut und steigen bereitwillig mit den Typen ins Bett. Seltsame Logik, da verwundert es kaum, dass das Drehbuch aus der Feder von Regisseur Don Schain, der übrigens mit Cheri Caffaro verheiratet ist, stammt.
Die Darsteller sind mal richtig mies. Nicht der geringste Funken von Talent ist zu sehen. Die Dialoge scheinen direkt monoton von einem Teleprompter abgelesen zu werden. Cheri Caffaro ist nur wegen der Optik da (wie eigentlich die ganze weibliche Cast) und weil sie mit dem Regisseur in die Kiste steigt. Das bringt und schon zu einem sehr großen Pluspunkt des Film: Es gibt Titten und Bären ohne Ende und ab und an hüpft kurz ein Penis durchs Bild.
Ein richtiger Knüller sind die Dialoge. Vergleichbar mit dem am Anfang erwähnten Zitat, werden fast jede Minute solche Knaller losgelassen.
Von der technischen Seite ist der Film gar nicht mal so übel. Es wird öfters das Split Screen Verfahren eingesetzt um parallel verschiedene Handlungen (bzw. Kopulierungen) gleichzeitig zu zeigen.
The Abductors ist Sexploitation pur. Viel Nudity und ziemlich frauenfeindlich, aber verdammt unterhaltsam.
7/10