Review

Bei den Friedensverhandlungen zweier rivalisierender Yakuza-Gangs, taucht plötzlich ein unbekannter Attentäter auf und richtet ein Blutbad an. Da keine Seite der anderen traut, droht ein Krieg zwischen den beiden Gangs auszubrechen.
Der Schuldige ist aber in den eigenen Reihen zu finden.
Shoichi, ein ehemaliges Gangmitglied, beschließt dem Spuk ein Ende zu machen, als sein Freund bei dem Versuch die Intrige aufzudecken ums Leben kommt...

LAST DROP OF BLOOD hat alles was ein typischer "Heroic Bloodshed" so alles braucht:
- viele, blutige Shoot Outs
- viele Leiber, die im Kugelhagel tanzen
- ein ausreichendes Maß an Spannung
- viele Gangster mit ordentlich Attitüde
- und, Achtung: Spoiler!, gleich mehrere Heldentode
Gepaart werden all diese Actionelemente mit einem Klacks Sozialkritik und einem ordentlichen Schuss Emotion. Oja, LAST DROP OF BLOOD ist kein stumpfer Ballermarathon, sondern besticht auch durch seine ruhigen Momente, die den Hauptcharakter Shoichi zeigen, wie er sich zwischen dem einztigen Gangster-Leben und seinem momentanen Spießbürgertum hin- und hergerissen fühlt.
Oft fallen einem sogar Ähnlichkeiten zu den Kitano-Klassikern HANA-BI oder SONATINE auf, was auch durch den oft blitzartigen Einsatz von brutalen Gewaltdarstellungen unterstrichen wird.

Die gerade angesprochene Gewalt fällt zwar recht blutig, aber nicht übermäßig drastisch aus, was mich gleich zum allgemeinen Hauptmakel des Films bringt:
Er bietet insgesamt einfach nix Neues oder Außergewöhliches.
Die Story ist altbekannt, die Action ist nett, aber nicht überragend, den Charakteren fehlt es an Coolness... im Großen und Ganzen bietet der Streifen nichts Herausragendes, was einem im Gedächtnis bleibt.

Dennoch ist LAST DROP aber alles andere als ein schlechter oder unansehnlicher Film. Besonders die oben erwähnten "ruhigen Momente" verleihen dem Film viel Aufwind und lassen ihn für einen Actionfilm erfrischend gefühlsbetont ausfallen.
Für einen Film, der 2003 gedreht worden ist, kommt LAST DROP aber doch recht einfallslos daher.

Mein Fazit daher:
Sehenswerter Actionfilm, der das ein oder andere Mal zu Woo und Kitano rüberschielt. Mit den Prunkstücken der Meister der asiatischen Gangster-Melancholie ist dieser Streifen zwar nicht gleich zu stellen, Emotionen werden hier aber definitiv groß geschrieben.
Akzeptable Unterhaltung bietet der Film also auf jeden Fall.

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