Review

Last Drop of Blood

Wegen seiner blutigen Shootouts zu einiger Berühmtheit gelangt, stellt sich Last Drop of Blood dann doch eher als eine Art Vorspeise für die echten Klassiker heraus. Zugeben es gibt einige recht blutige Actionszenen, allerdings sind diese nicht mal im Ansatz als stilisiert zu bezeichnen. Als Vergleich fällt Mir da der schon recht alte Hunting List ein, da spritzte nach blutigen Einschüssen genauso viel Blut, aber der Film hatte im Allgemeinen, trotzdem, mehr Klasse.

Bei LDOB bleibt der Zuschauer einfach zu lange unwissend, was die Geschehnisse um die Attentate angeht, dies stört den Fluss und lässt gar nicht erst Spannung aufkommen. Dabei funktionieren diese klassischen Bloodshed-Themen doch eh immer nach gleichen Mustern. Verräter in den eigenen Reihen, Loyalität, Ehre und natürlich der Machtkonflikt in den Gangsterkreisen münden Zwangsläufig in einem alles entscheidenden Showdown. Leider häufen sich hier die Kritikpunkte, angefangen bei den unglaubwürdigen Darstellern, der teilweise schlechten Kamera (wirkt sehr, sehr oft wie mit einer Digicam gefilmt) und dem zähen Erzählfluss. Das alles schmälert den Filmgenuss ungemein und kann auch nicht von den besagten Shootouts gerettet werden. Dafür haben die Genrefans dann eindeutig schon zuviel gesehen. Wie gesagt, der thematisch ähnlich angesiedelte Hongkong-Streifen Hunting List macht da definitiv mehr Spass und das obwohl ihm ganz offensichtlich auch nicht mehr Geld für die Realisierung zur Verfügung stand.

Genrefans lassen sich diesen Film eh nicht entgehen und alle anderen sind hiermit gewarnt.

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