Mit „Scorpio One – Jenseits der Zukunft“ zeigt sich mal wieder, dass Royal Oaks Filme von Worth Keeter an sich nur Geldverschwendung sind.
An Bord der titelgebenden Raumstation Scorpio One entdecken Wissenschaftler das Geheimnis der kalten Fusion. Ein Sabotuer will die Formel klauen und den Rest der Crew bei einem fingierten Unfall draufgehen lassen. Da er aber ungefähr so intelligent ist wie Knäckebrot erwischt es ihn gleich mit und die Formel bleibt im Weltraum, während man auf der Erde fassungslos in den Weltraum glotzt. Ehrlich gesagt, alles andere als originell und auch die schwachen Spezialeffekte schrecken ab.
Währenddessen ist Jared Stone (Jeff Speakman) im Nahen Osten auf Anti-Terror-Mission unterwegs und so darf man gleich als Einführung seines Charakters erleben, wie er ein paar Kameltreibern eine Falle stellt, um sie dann formschön in die ewigen Jagdgründe zu schicken. Allerdings nur kurz und unspektakulär, denn alles andere würde zu viel Budget kosten.
Der geneigte Actionzuschauer kann nur zu gut ahnen, was nun folgt: Stone darf das Team leiten, welches die US-Regierung hoch schickt, um die Vorfälle an Bord der Scorpio One zu untersuchen. Doch als die Truppe das Wrack untersucht, stellt sich heraus (ach, wie originell), dass Kumpane des Verräters unter ihnen sind, welche die Formel erbeuten wollen – notfalls mit Mord.
Die Story ist schon von grund auf nicht originell und das ändert sich auch im Verlaufe des Films nicht. Nach und nach beißen ein paar unwichtige Charaktere ins Gras, bis die guten Charaktere die Verräter erkennen und bekämpfen. Dabei wird das aus ähnlichen Filmen bekannte Schema nicht variiert, was leider extrem anödet. Als Plus kann man dem Film die Atmosphäre anrechnen, die in diversen Szenen im Wrack der Raumstation wirklich Spannung aufbaut. Trotzdem verbessert sie den recht schlechten Eindruck nur minimal – zumal die gezeigten Spezialeffekte Computeranimationen auf niedrigstem Niveau bieten.
„Scorpio One“ wäre weitaus besser, würde der Film nur ein gewisses Maß mehr an Action bieten. Doch leider sind die Schießereien und Prügeleien des Films ziemlich dünn gesäht, so dass selbst hartgesottene Actionfans bald das Interesse verlieren. Schade, denn wenn Speakmans Kampfkünste mal zum Einsatz kommen, sind sie gewohnt spektakulär.
Zu den schauspielerischen Leistungen ist an sich auch nicht mehr viel zu sagen. Speakman kloppt sich formschön und bringt eine geringe schauspielerische Routine in den Film, aber der Rest der Schauspieler agiert ziemlich klischeehaft und lustlos.
Alles in allem bleibt „Scorpio One“ ein recht fades Machwerk aus dem Hause Royal Oaks, bei dem die wenigen, positiven Aspekte allzu schnell untergehen.