Review

Tycus ist einer jenen vielen Katastrophe aus dem All Thriller die in der Bugwelle nach den 1998er Blockbustern Armgeddon und Deep Impact entstanden.
Das wir es hier mit einem biederen TV-Film der unteren Preisklasse zu tun haben  sieht man schon vor den Opening Title, indem uns das Logo von Phoenician entgegenschalmeit, die mit großbudgetierten Produktion in etwa so viel zu tun haben, wie ein deutscher Sprinter mit der WM Goldmedaille. Immerhin haben sie es aber geschafft mit Dennis Hopper einen richtig großen Namen an Land zu ziehen, der auch tatsächlich nach dem ersten Drittel des Films mitspielen darf, während die erste halbe Stunde mit einer 08/15 Reporterstory ohne großen Nährwert totgeschlagen wird. Was einem sofort übelst aufstößt ist die Tatsache, das sämtliche Szenen die ein wenig so aussehen als würden sie Geld kosten, samt und sonders aus anderen Filmen requiriert wurden, das in der Erde positionierte Teleskop aus James Bond ist ebenso dabei wie Umweltkatastophenbilder aus anderen Big Budget Filmen, was bleibt sind billig aufkopierte CGI Explosionen und Modellbauten aus dem Märklin-Bastelsammelset, der Rest des Films besteht aus melodramatischen Reden und ähnlichen Schmonzes. Sorry, aber der Film ist in dieser Form eine reine Mogelpackung, statt zünftiger Meteoractiondürfen wir mit einem arroganten Sturkopf von Pressefuzzi "mitfiebern", der sich tapsig durch die billigen Kulissen labert.
Also ich kann es ja noch verkraften, das der Film innerhalb der ersten zehn Minuten genau vier mal die Zeitebene hin und herswitched, ein bißchen menschlich Drama ok sind wir bei Katastrophenfilmen ja gewohnt und spannender als Deep Impact isser ja auch der gute Tycus, aber letztendlich bleibt ein langweiliger Beitrag aus der Apokalypse aus dem All Reihe, den keiner braucht, der keine eigenen Ideen mitbringt und seine besten Szenen aus anderen Filmen klaut. Den Ehrenpunkt hat sich Dennis Hopper persönlich erkämpft, der sich zumindest noch achtbar aus der Affäre gezogen hat.
2/10

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