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Es war Roger Corman, der Don "The Dragon" Wilson (Black Belt, Bloodfist) damals auf die Leinwand brachte, auch wenn er es nie schaffte den B-Bereich zu verlassen. Bei Wilsons Untergang hlft er allerdings mit dieser miesen Produktion auch ein Stückchen mit, zusammen mit Andrew Stevens und Ashok Amritraj. "The Prophet" nervt nicht nur mit einer hirnrissigen Story, sondern auch mit einem derart monotonen Look, wie man ihn schon lange nicht mehr gesehen hat. Jegliche Sachschäden waren zu teuer und somit spart man sich auch gleich die Einschüsse bei den Schusswechseln, obendrein klingen die Waffen noch vollkommen unecht. Auf Stock Footage wird zwar verzichtet, doch wenn man dies schon als positiv aufführen muss, ist Hopfen und Malz längst verloren.
So darf Wilson hier in die Rolle des CIA-Agenten Jarrid Maddox schlüpfen, der für seine Chefin Oakley (Barbara Steele) fünf vermeintliche Terroristen zur Strecke bringen soll. Dabei soll ihm die Agentin Vicki Taylor (Alexander Keith) helfen, doch kann er ihr wirklich trauen? Schnell kommt Maddox hinter ein Komplott und den Grund, warum er über hellseherische Fähigkeiten verfügt.

Das Ganze wirkt so an den Haaren herbeigezogen und ist selbst für B-Verhältnisse unter aller Kanone. Maddox verfügt über besondere Kräfte, die komischerweise nie dann zur Geltung kommen, wenn Gefahr droht, außer im Auftakt. Dem Zuschauer versucht man mit ein paar Rückblenden klarzumachen, dass Maddox und fünf andere Kinder im Jahr 1966 Teil der Operation Sonnenstrahl war. Was da genau mit den Kids gemacht wurde, bleibt aber im Dunklen. Alle verfügen über besondere Kräfte, doch warum sollen sie nun nach über dreissig Jahren ausgeschaltet werden, wo doch jeder die Sache längst vergessen hat? Maddox braucht jedenfalls über die Hälfte des Films, um herauszufinden, dass etwas faul ist, denn auch er selbst steht plötzlich auf der Liste.
Dabei bleibt "The Prophet" absolut unspektakulär, richtig peinlich ist die gekünstelte Bettszene zwischen Maddox und Vicki. Action ist zudem rar gesäht und nicht in einer Szene will Talent aufblitzen. Die kurze Klopperei in der Bar ist zumindest ordentlich, doch die restlichen Fights sind zu kurz und mies choreographiert.

Ganz lächerlich wird  es bei den Schusswechseln, denn die Häscher von Maddox schießen immer meterweit daneben und feuern zuerst immer nur einen Schuss ab um abzuwarten, bis Maddox flüchten kann. Die kurze Verfolgungsjagd im Parkhaus ist ebenfalls stümperhaft inszeniert, denn hier wurde im Schritttempo gefilmt. Aber kein Wunder, Fred Olen Ray (Commando Squad, Die Vergelter), der Mann mit den vielen Pseudonymen saß auf dem Regiestuhl. Hier nennt er sich Ed Raymond, vielleicht merkt es so ja keiner.
Doch nicht nur ihm, sondern allen Beteiligten kann man Vorwürfe machen, Don Wilson liefert eine durchweg hölzerne Vorstellung, auch Barbara Steele (Parasiten-Mörder, Piranhas) lässt sich gnadenlos verheizen.

Ein Trauerspiel vom Anfang bis zum lahmen Ende. Selbst die Action vermag nichts mehr zu reißen. Wilson gibt sich keine Mühe und die komplette Machart ist von der billigsten Sorte.

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