„Memorial Day – Das letzte Attentat“ ist ein mies aus anderen Filmen zusammengestückelter Streifen, dessen Vorbilder von James Bond bis hin zu „Universal Soldier“ reichen.
Zu Beginn sehen wir, wie dem hochdekorierten Soldaten Edward Downey (Jeff Speakman) eine Gehirnwäsche in bester „Universal Soldier“-Tradition verpasst wird. Das Ganze ist wenig originell und so schnell geschnitten, dass man einen Brechreiz bekommt.
Weiter geht’s mit ein paar alten Zauseln vom Geheimdienst, die sich gegen Budgetkürzungen auf ihre Weise bekämpfen. Also wird flink ein Killersatellit wie in „Alarmstufe: Rot 2“ oder Bond-Abenteuern aus dem Ärmel geschüttelt, der diverse Ziele zerbröselt. Der Öffentlichkeit wird das alles als Werk der fiktiven Terrororganisation „Red Five“ verkauft. Die Zerstörungsszenen sind unheimlich schlecht: Der Killersatellit sieht aus wie ein umgebauter Fön und die Explosion eines U-Bootes ist aus einem anderen Film hinausgeschnippelt worden (eventuell „Jagd auf Roter Oktober“). Doch das schlimmste ist die Zerstörung eines Häuserblocks und der umliegenden Gegend, die so deutlich als Modell zu erkennen ist, dass es weh tut (und glaubt mir: selbst alte Godzilla-Streifen hatten bessere Modell-Tricks).
Dann wird noch Downey reaktiviert, der als Killer arbeiten soll. Denn nachdem man für seine Ziele jede Menge Menschen getötet hat, braucht man noch einen Märtyrer – in diesem Falle ein Senator, der öffentlich Terrorismus aufs härteste verurteilt und mit dieser Masche Präsident werden will. Doch der Drehbuchautor hat „Universal Soldier“ zu Ende gesehen und so kriegt Downey Gewissenbisse. Daraufhin wird er von den Killern des Geheimdienstes gejagt und seine einzige Hilfe ist (wie in „Universal Soldier“) eine Reporterin.
Mit diesem geklauten Plot startet ein unterirdisches Filmchen, das nur langweilig ist. Spannung gibt es keine und insgesamt plätschert die Handlung nur seicht dahin. Originell ist rein gar nichts und Logikfehler größter Dummheit sind an der Tagesordnung. Von den miesen Effekten und den total verblödeten Dialogen ganz zu schweigen.
Action? Gibt’s so gut wie gar keine. Ein bisschen Geballer und Geprügel, aber nur extrem kurz. Zudem ist die gezeigte Action dermaßen lahm und unspektakulär, dass ein Bingoabend im Altenheim mehr Nervenkitzel verspricht. Zudem besteht die böse Prügel- und Totschießmasse aus einer derart geringen Anzahl von Statisten, dass große Gefechte gar nicht möglich sind.
Anstatt Schauspiel ist bei „Memorial Day“ Trauerspiel angesagt: Die schlechten Nebendarsteller stolpern durch die billigen Pappkulissen und unterbieten sich gegenseitig in ihrer Talentlosigkeit. Einzig Hauptdarsteller Jeff Speakman besitzt etwas Talent, aber seine lustlose Miene ist auch eher das Gegenteil einer Glanzleistung. Mit „Memorial Day“ darf Jeff uns nun seinen schlechtesten Film präsentieren, der weit von seinem Debüt als „Eine Perfekte Waffe” meilenweit entfernt ist.
So bleibt zum Abschluss nur eines zu sagen: Bitte, bitte, Jeff, bis du einen guten Film angeboten bekommst kassier' bitte lieber Arbeitslosenhilfe.