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Och menno! Langsam frage ich mich wirklich, wo die guten alten B-Movie-Action-Highlights alle geblieben sind. Nachdem die Inhaltsangabe zu "Red Water" mal wieder ein trashiges Genre-Movie, mit Action- und Horrorelementen alla "Der weiße Hai" (auf Trash) etc. verspricht, habe ich mich eigentlich auf unterhaltsame, wenn auch hirnlose, 90 Minuten B-Movie-Unterhaltung gefreut. Doch am Ende blieb leider wieder einmal nur 1 1/2 Stunden verschwendetes Zelluloid der schnarchigsten Sorte übrig.

"Red Water" hätte das Zeug zum B-Movie-Hit, denn die Story passt durchaus gut in das Genre rein. Es geht um eine Taucher-Crew, die sich mit einem Menschen attackierenden Hai und einem Trio von Bösewichtern herumschlagen muss, die genau in den Gewässer wo der Hai unterwegs ist, einen Geldschatz vermuten. Ein Kampf zwischen Gut und, sozusagen, dem zweifachen Bösen beginnt. Klar, alles ist hier vollkommen Innovationslos, Logikfrei und schon X-Mal durchgekaut worden. Doch wer bei einem B-Movie, in dieser Hinsicht, etwas Besseres erwartet, ist eh im falschen Film. Von daher kann die Story, für Genre-Verhältnisse und bei den richtigen Erwartungen, durchaus zufrieden stellen.

Wenn es aber um die Handlung an sich geht, gibt es Enttäuschungen am laufenden Band. Denn von knackiger Action oder einem gewissen Horror-Erlebnis, ist das Ganze meilenweit entfernt. Nein, es wurde leider auf eine völlig schnarchige Laber-Inszenierung gesetzt, bei der es nur ab und an mal etwas Action gibt. Größtenteils schmeißen sich die Charaktere hier eher sinnentleerte und völlig zweckfreie Dialoge an den Kopf, die zudem noch nicht mal irgendwie komisch sind. Dazu dann noch ein paar Möchtegern-Spannungsmomente, wie der völlig vorhersehbaren Wendung kurz vor Schluss oder dem Moment, als sich die Taucher-Crew die Bösewichte mit an Bord holen. Serviert auf einem vor Klischees nur so triefenden Film-Tablett, hat selbst der erfahrendste B-Movie-Freund nur wenig Spaß daran. Eher langweilt er sich zu Tode, da ihm Action und Horror, wie schon erwähnt, viel zu selten präsentiert wird und er den Rest eben schon, bis zum Erbrechen, in Hunderten von anderen, ähnlich gelagerten, Filmen gesehen hat und dies meist weitaus besser. Na ja.

Was die Inszenierung angeht, wird soweit ganz annehmbare Genre-Kost geboten. Die wenigen Action-Szenen wurden weitgehendst knackig inszeniert und auch die Spezial Effekte können sich sehen lassen. Der Hai selbst wirkt zwar hier und da etwas sehr billig animiert, aber man kann soweit zufrieden sein.

Auch die Darsteller sind soweit O.k., zumindest was die Hauptdarsteller Lou Diamond Phillips, Kristy Swanson und Langley Kirkwood angeht. Nur Rapper Coolio nervt hier wieder einmal, mit seinem nicht vorhandenen Schauspiel-Talent und wird von seinen Kollegen mühelos an die Wand gespielt. Aber Rapper sind heutzutage nun mal ein Verkaufsgarant im Direct-to-Video-Geschäft, von daher wollen wir das mal übersehen.

Fazit: Schnarchig lahmes B-Movie, dass zwar auf den ersten Blick ganz nette Genre-Unterhaltung verspricht, dann aber zunehmendst Langeweile bietet, da auf Action- und Horror-Sequenzen etwas zu wenig Wert gelegt wurde und die Handlung meist nur durch öde Dialoge und vorhersehbarem Schnick Schnack vorangetrieben wird. Zwar können die Inszenierung und die Darsteller noch einiges herausreißen, aber unterm Strich dürften nicht einmal Genre-Freaks zufrieden gestellt werden. Schade eigentlich!

Wertung: 3/10 Punkte

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