Sinnlose und lahme Fortsetzung des Kultfilms, der zwar mit einem immensen Staraufgebot an MusikerInnen aufwartet (Erykah Baduh, Steve Winwood, Eric Clapton, Dr. John, Isaac Hayes, Jonny Lang, B. B. King, Gary U. S. Bonds, Travis Tritt, Jimmie Vaughan, Grover Washington Jr. , Junior Wells, Wilson Picket, Billy Preston, Bo Diddley, Jack De Johnette, Clarence Clemons u. a.), die aber neben den “alten“ aus dem ersten Teil (die Blues Brothers Band, Aretha Franklin, James Brown, Ray Charles) zu simplen Statisten verkommen.
Regisseur John Landis und Dan Aykroyd (beide sind auch wieder für das Drehbuch verantwortlich) zitieren hier lediglich alte Ideen und versuchen, sie noch übertriebener zu wiederholen. Noch mehr Musik, noch mehr Autos, die verschrottet werden, und ein nervendes Kind bzw. Mini-Blues-Brother. Hatten im ersten Teil die Blues-Brüder noch eine wirkliche Mission (und zwar im Auftrag des Herrn, der scheinbar ein Kenner guter Musik ist), ihre Band wieder zusammen zu bringen (was sie auf herrlich fiese Weise bewerkstelligten), fehlt in der Fortsetzung jeglicher Grund dazu. Als Alibi wird ein obskurer Band-Wettbewerb im Süden der Staaten angegeben (mit der umwerfenden R’n’B-Sängerin Erykah Baduh als mysteriöse Voodoo-Prinzessin), wo die Band hinreist. Klar, die Handschrift des ersten Teils ist immer noch zu erkennen (die Musik- und Tanzeinlagen sind gewohnt schwungvoll), aber der Witz ist gänzlich verloren gegangen, trotz guter Darsteller.
Schade, dass ausgerechnet dieser Film den zwischenzeitlich verstorbenen Darstellern des ersten Teils, John Candy, Cab Calloway und John Belushi, gewidmet ist. Ein überflüssiger Aufguss eines Klassikers.