"Weißt du, die beste Art um reiche Leute zu treffen, ist sie in Arme zu verwandeln."
2 Finanzmagnaten haben ein ganz spezielles Experiment geplant. Sie wollen den Manager Dan Aykroyd zum Kleinkriminellen machen und dem Kriminellen Eddie Murphy seine Stelle geben. Also setzten sie ihren Plan in die Tat um und anfangs scheint er sogar aufzugehen, doch dann kommt Aykroyd mit Unterstützung der Prostituierten Jamie Lee Curtis wieder auf die Beine und Murphy kommt zufällig hinter den Plan, woraufhin die beiden einen Gegenangriff planen.
Man kennt ja die typischen, flachen 0815-Komödien-Storys, die bis heute in den Kinos überaus erfolgreich sind. Verglichen mit diesem traurigem Standart bei amerikanischen Komödien, ist die hier vorliegende Story nicht schlecht. Die Charaktere sind natürlich klischeehaft und, damit die Veränderung der beiden drastischer wirkt, ein wenig überzogen, wodurch der Film seine sozialkritischen Aspekte überaus klamottenhaft vermittelt. Die Wendungen sind gut und können aber leider kaum überraschen, da sie doch sehr stereotyp sind. Immerhin hat man sich die Mühe gemacht, ein paar Nebencharaktere einzubauen und ein paar eigene Ideen einfließen zu lassen. Hinzu kommt das ordentlich konstruierte Finale und natürlich die lustigen Dialoge. Alles in allem keine Top-Story, aber sicherlich die Vorlage für eine ordentliche Komödie.
"Karatekämpfer bluten nur nach innen."
Der Film läuft relativ schnell und unterhaltsam an und kann durch einige Gags zum Auftakt früh einen soliden Unterhaltungswert entwickeln. Der Mittelteil ist ebenfalls solide und unterhaltsam, kann aber nicht so richtig zünden, da es zwischen den lustigen Stellen längere, langweiligere Passagen gibt. Das Ende ist dann noch einmal ein wenig unterhaltsamer, wenn auch ein stellenweise vorhersehbar.
Der anarchische Humor besteht größtenteils aus Wortwitz von Eddie Murphy und ein bisschen Situationskomik. Während Aykroyds Part ein wenig ins melancholische abdriftet, ist Murphys Teil unheimlich unterhaltsam.
Die Filmmusik ist wirklich gut und ist damit maßgeblich an der heiteren Atmosphäre beteiligt. Sie wurde zurecht für den Oscar nominiert.
Nach seinem Meisterwerk "Blues Brothers" kann Regisseur John Landis wieder eine unterhaltsame Komödie präsentieren und setzt wirklich alles routiniert um. Aus der durchschnittlichen Story holt er wirklich alles heraus, auch wenn es vielleicht ein paar Längen zu viel gibt. Mit "Der Prinz aus Zamunda" konnte er nur wenige Jahre später wieder eine Kult-Komödie liefern.
"Mutter hat immer gesagt, du bist zu geizig." - "Das war von ihr als Kompliment gemeint!"
Eddie Murphy spielt hervorragend. Er zeigt Spaß am Spiel und kann durch einige gute Gags den Unterhaltungswert des Films stark nach oben treiben. Schade, dass man ihm diese Freude und dieses Niveau in den letzten Jahren kaum noch anmerkt. Die Golden-Globe-Nominierung bekommt er auf jeden Fall zurecht. Dan Aykroyd, der hier nach "Blues Brothers" erneut mit Regisseur John Landis zusammenarbeitet, zeigt sich auch von seiner besten Seite. Er spielt mal wieder einen kleinkarierten und überaus lustigen Charakter. Die Rolle passt einfach hervorragend zu ihm, kein Wunder also, dass er sie im Laufe seiner Karriere so oft spielte. Auch Jamie Lee Curtis spielt gut, in der Rolle der Prostituierten wirkt sie zuerst ein wenig ungewohnt. Nachdem sie vorher hauptsächlich durch Horror-Filme, wie "Halloween" oder "The fog" in Erscheinung trat, zeigt sie sich hier in einem genau gegenteiligen Film, löst die Rolle aber überraschend gut und scheut auch nicht davor zurück, nackte Haut zu zeigen. Die übrigen Nebendarsteller, vor allem die der reichen Duke-Brüder sind ebenfalls sehr stark.
"Ihr habt keine Ahnung, aber davon habt ihr ne ganze Menge. Versucht nie einen Ficker zu ficken!"
Fazit:
Trotz der 0815-Story ist Regisseur John Landis mit "Die Glücksritter" eine ordentliche Komödie mit einem soliden Unterhaltungswert gelungen. Durch die hervorragenden Darsteller, die ordentliche Musik und den anarchischen Humor wird der Film wirklich nie langweilig. Stellenweise hat der Film zwar einige kürzere Längen, aber verglichen mit dem, was heute so an Komödien geboten wird, ist das noch gar nichts. Der Film ist auf jeden Fall empfehlenswert, vor allem als die kurze Unterhaltung für zwischendurch.