Die beiden Multimillionäre Duke & Duke haben sich eine perfide Wette ausgedacht: Sie wollen ausprobieren, ob jeder Mensch, wenn er nur die Möglichkeit bekommt, ein erfolgreicher Geschäftsmann sein kann und ebenso ein Mensch, der gar nichts mehr hat, automatisch zum Kriminellen wird. Also sorgen die Beiden dafür, dass Louis Winthorphe III, der junge Geschäftsführer ihrer Firma, einige kleine Verbrechen untergeschoben werden, die dafür sorgen, dass dieser schnell seinen Job und auf dem Boden der Gesellschaftsskala landet. Im Gegenzug wird der Obdachlose Billy Ray Valentine von der Straße geholt und zum neuen Geschäftsführer gemacht. Das Experiment verläuft allerdings nur solange gut, bis Billy erfährt, was die beiden Dukes wirklich mit ihm vorhaben und er nach Ende der Wette wieder auf die Straße geschafft werden soll. Zusammen mit Louis, der zwischenzeitlich bei einer Prostituierten Unterschlupf gefunden hat, entwickelt Billy einen Plan, der nicht nur dafür sorgt, dass ihm dieses Schicksal erspart bleibt, sondern gleichzeitig auch noch die beiden alten Herren eine Lektion erteilt bekommen.
Die Glücksritter ist mal eine Rollentauschkomödie der etwas anderen Art. Für die gigantomanöse Summe von doch immerhin einen Dollar verwetten zwei alte Börsenhasen, die irgendwie an Waldorf und Stadler aus der Muppet Show erinnern, den gesellschaftlichen Status zweier Personen die nicht unterschiedlicher sein könnten. John Landis mach daraus eine feine humorische Anekdote die den jungen Künstler Eddie Murphy, jamie Lee Curtis und Dan Aykroyd zu einem Sprungbrett ihrer langen Karriere werden sollte. Der verwendete Humor ist dabei keineswegs platt, sondern intelligent und clever erzählt.
Nach weiß nicht wievielen Jahren sind mir immer noch die Szenen in den Winthorpe als sturzbesoffener Weihnachtsmann einen Lachs im Bus verspeist ebenso in Erinnerung geblieben, wie auch die makabre aber ultralässige unkonventionelle Gorilla Fortpflanzung im Gedächtnis geblieben und allein bei diesen Szenen kommt immer wieder ein Lacher hoch.
Der wohldosierte Spaß weist zwar auch einige Längen und nicht zündende Pointen auf, aber im Großen und Ganzen funktionieren die lockeren Sprüche und der hintergründige Zynismus in der nicht ganz billigen Produktion ganz gut. Besonders der Racheplan der beiden Austauschkandidaten als sie zusammen den Plan der Dukes Bros erkennen und im Anschluß zum Racheplan greifen, ist eine wirklich spaßige, wenn auch vorherdehbare, Kehrtwende. Die sympathischen Charaktere verkörpern die zunehmende Etablierung ihrer jeweiligen Rollen sehr gut, auch die leichte Kritik am Kapitalismus und der Aktienmanie mancher Menschen kommt gut rüber, so daß die Glücksritter eine wirklich nette Komödie präsentieren, die man gerne auch nach langen jahren immer wieder anschauen kann.
7/10