Review

Brüste, Burger & Begeisterungsstürme


Käsige, bescheuerte, übertriebene und oft nackige 80er-Ami-Komödien gibt es mehr, als man in einem Leben gucken kann, will, sollte. Kann diese Mischung aus Fast Food-Satire und College-Party da herausstechen?! Ja, meiner Meinung nach auf jeden Fall. Fast würde ich soweit gehen und „Hamburger: The Motion Picture“ als echten, kalorienreichen, ungesunden (Bad Taste-)Geheimtipp in dieser Schublade anpreisen. Selbst wenn der Humor nicht immer ganz so klappt wie beabsichtigt, manchmal tollpatschig daneben greift und an ganz anderen Stellen wirkt, als eigentlich geplant - einen solch fettig-fiesen College-Party-Mix sieht man nicht alle Tage... 

Wir folgen einem Playboy und absoluten Frauenmagneten, der auf Grund seiner sexuellen Eskapaden schon von etlichen Unis geflogen ist. Nun ist seine letzte Chance eine Burger-Universität (!), auf der sich einige Härtefälle mehr oder weniger freiwillig eingefunden haben, um bald ihren eigenen Franchiseladen aufzumachen. Doch der Weg dahin ist gepflastert mit Wahnsinn, Gurken, Ketchup und viiiiel Fleisch... Schon der Introsong über den ganzen Stolz der U.S.A., ihren Burgerverzehr, muss man einfach lieben. Doch der (teilweise geniale, teilweise vollkommen absurde) Schwachsinn endet dort noch lange nicht. Oft erinnert das wilde Treiben an eine Mischung aus „Animal House“, „Kentucky Fried Movie“ und „Charlie & die Schokoladenfabrik“. Sex hier, Patties dort, fleischliche Gelüste überall. Definitiv kein Film für allzu steife Veggies oder Sexsüchtige auf Entzug. Die Nebenfiguren toppen alles (Magneto Jones! Die Mexikanerin!!), Details wie das „Burgerband“ oder die „Burgerbetten“ versüßen fast jede Szene, das Tempo ist waghalsig und man ist sich quasi für Nichts zu schade. Mal funktioniert das, mal nicht - doch man ist immer mit vollster Überzeugung und ansteckendem Enthusiasmus am Werk. Und das zählt oft viel mehr als Können und Perfektion. 

Fazit: was für eine Entdeckung! Da bekommt sogar ein Vegetarier Hunger auf Burger & fleischliche Gelüste... „Hamburger: The Motion Picture“ ist wahnsinnig und lustig. Und oft wahnsinnig lustig. Lecker und liebevoll. Schlecht im besten & unterhaltsamsten Sinne. Trashtucky Cried Ficken.

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