Review

Als Thronanwärter hat man es wahrlich nicht einfach. Das merkt Prinz Akeem bereits von Geburt an, denn alles wird für ihn getan: Er wird gebadet, ihm werden die Zähne geputzt und die Haare gekämmt. Derweil ist sein Vater, König Jaffe Joffer, Herrscher über das afrikanische Zamunda, fleißig gewesen und hat für seinen Sohn inzwischen die passende Frau ausgesucht. Da diese aber eher wie ein Schoßhund reagiert und in ihm keine großen Gefühle hervorruft, überredet Akeem seinen Vater, ihm eine Reise zu spendieren, so dass sich der Prinz, der inzwischen auch einige Geldscheine seines Staates ziert, die Hörner abstoßen kann. So sei es auch und gemeinsam mit seinem Diener und besten Kumpel Semmi reist Akeem nun in das vom Namen her fürstliche “Queens“.

John Landis und Eddie Murphy hatten mit die Glücksritter einen recht guten Erfolg, der sich mit dem Prinzen aus Zamunda aber kaum wiederholt. Die Story ist einfach zu flach und die Gags befinden sich durchweg im harmlos netten Bereich, der niemanden wirklich begeistern wird.
Klar das ein Afrikaner auf Brautschau in Amerkia tonnenweise lustige Kulturclashlacher auf seiner Seite hat, aber so die richtigen Höhepunkte fehlen einfach, da können Murphy und sein guter Partner Arsenio Hall noch so sehr acten, es bleibt alles nett, unaufdringlich und rein.
Interessant ist eher zu sehen, wie der bisherige Actionheld mit dem Maschinengewehrmundwerk mit der der Rolle des naiven Dauergrinsers zurecht kommt, der nicht einmal weiß was die gängige Floskel "blöder Wichser" zu bedeuten hat in der ungewohnten und undekadenten Welt des Normalo Westkapitalisten.
Das Ganze ist zwar recht nett anzuschauen, abe für einen großen Kracher reichte es nicht wirklich. Es fehlt einfach der Biß um diese Liebeskomödie außergewöhnlich zu machen. Mehr als ein paar Schmunzler sind nicht drin, aber wirklich langweilen tut man sich auch nicht, Durchschnitt eben.
6/10

Details
Ähnliche Filme