kurz angerissen*
Wo zwei Comedy-Schwergewichte wie Chevy Chase und Dan Aykroyd die Gelegenheit bekommen, sich gegenseitig aufzustacheln, hinterlassen sie unter Garantie eine glänzende Spur ausgetretener Fettnäpfchen. John Landis verfolgt diese indes mit sichtbarer Begeisterung für ein episodisches Sketchformat und macht den Besuch in der damals noch existierenden Sowjetunion zu einem Spießrutenlauf, der die Sowjets nicht von ihrer eigenen Karikatur verschont, aber gerechterweise auch mit dem amerikanischen Außendienst hart ins Gericht geht.
Zu einer Zeit, da der Kalte Krieg in seinen letzten Zügen liegt, umweht die 1985er-Produktion bereits ein gewisses historisches Reflektionsvermögen, das sich in einer spielerischen Sicherheit mit Klischees niederlegt. Für wirklich ausgefeilte oder gar hintersinnige Gags scheint keinerlei Notwendigkeit zu bestehen, also durchläuft das stetig Nonsens quasselnde Gespann sämtliche Stationen eines riskanten Auslandseinsatzes mit einer vitalen Mischung aus Neugier und gefährlichem Halbwissen. Dies alles wohlgemerkt im Gleichschritt, also eben nicht nach den korrellierenden Mustern einer standesgemäßen Buddy-Komödie, bei der einer dem anderen bei jeder Gelegenheit ans Bein pinkelt.
Obwohl auch dieser Film von der mit den Jahren dicker gewordenen Schicht 80er-Nostalgie profitiert und mancherorts bereits droht, verkultet zu werden, sind seine Schwächen auch dreißig Jahre später noch offensichtlich. Wären die Hauptdarsteller nicht stets für einen blöden Spruch zu gebrauchen und auch bereit, sich ohne echte Not zum Affen zu machen (wie einfach hätte man beispielsweise der Ausführung einer Operation entgehen können), stünde eine leere Mission in tristen Tannennadelwäldern zu Buche, die als Komödie nur wegen ihrer vielen Comic Reliefs zu identifizieren wäre.
*weitere Informationen: siehe Profil