Review

Adam Sandler versucht Drew Barrymore's Herz zu erobern - immer wieder und wieder.

Story:
Henry Roth (Adam Sandler) arbeitet als Tierarzt auf Hawaii und geht neben seinem Beruf vor allen kurzen Dates mit Touristinnen nach, mit denen er eine heiße Nacht verbringt und sich dann nie wieder meldet. Eines Tages trifft er in einem Restaurant auf die Kunstlehrerin Lucy Whitmore (Drew Barrymore), mit der er schnell einen Flirt beginnt und sich durchaus auch vorstellen könnte, eine längerfristige Beziehung zu führen. Dummerweise hatte Lucy aber vor etwa einem Jahr einen Unfall, bei dem ihr Kurzzeitgedächtnis Schaden erlitt. Sie kann sich am nächsten Tag an nichts mehr erinnern und so liegt es an Henry, jeden Tag auf's Neue ihre Bekanntschaft zu machen...

"50 Erste Dates" fängt stark an - wie ein typischer Adam Sandler-Film eben mit reichlich Slapstick und Klamauk, auch dank Rob Schneider, der als Insulaner einige Lacher für sich verbuchen kann. Nach gut 45 Minuten ist es damit aber leider vorbei und der Film schlägt plötzlich viel ernstere Töne an.

Es wird auf Lucy's Krankheit eingegangen und was man dagegen alles tun könnte. Dazu gesellen sich schwülstige Dialoge zwischen Henry und Lucy, die so belanglos sind, dass man meinen könnte, zwischenzeitlich eine Meg Ryan-Schnulze zu sehen. Ich weiß auch nicht woran es liegt, aber irgendwie kriegt es Sandler nicht mehr gebacken. Abgesehen von "Die Wutprobe" hat er seit Jahren keinen Film mehr gedreht, der die Güteklasse seiner Führwerke erreicht hätte. Nicht selten habe ich mir im Verlauf des Films den "alten" Adam Sandler zurückgewünscht, wie er in Filmen wie "Waterboy" oder meinen Fave "Little Nicky" zu sehen ist.

Dabei sind die schauspielerischen nicht mal schlecht. Drew Barrymore spielt ihre Hirnkrankheit durchaus glaubwürdig. Schade nur, dass man in der zweiten Hälfte so sehr auf Kitsch und Ernst gesetzt hat, statt einfach weiter die Slapstick-Schiene zu fahren. Ein weiterer Grund für die nur "gute" Bewertung ist die viel zu niedrige Altersfreigabe ab 6 Jahren. Da hätten noch ein paar ordentliche Zoten reingehört und so den Film erst ab 12 freizugeben.

Fazit: Fängt stark and und hört ziemlich schwach auf. Schade drum, denn gerade der Anfang beweist, dass es Sandler immer noch kann, wenn er denn will. Hoffen wir mal, dass er in Zukunft wieder eine etwas derbere Richtung einschlägt.

7 von 10 Punkten

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