Michael J. Fox spielt einen Witwer, der nach einem gefährlichen Autounfall die Geister Verstorbener sehen kann. Beruflich wird er eine Art Geisterjäger, doch dann beginnt ein Geist mehrere Menschen zu töten und Fox muss feststellen, dass auch seine neue Liebe das Omen des Todes trägt.
Nachdem er durch einige Horror- und Splatter-Filme, allen voran natürlich die beinahe legendäre Splatter-Orgie "Braindead" in Erscheinung treten konnte und mit "Heavenly Creatures" unter Beweis stellte, dass er auch außerhalb des Genres ein großes Talent hat, präsentiert Regie-Legende Peter Jackson hier seinen letzten Film vor seinem endgültigen Durchbruch mit der "Herr der Ringe"-Trilogie. Wie schon bei "Braindead" oder "Bad Taste" verwendet er ein paar blutige Effekte, auch wenn diese nicht an seine vorherigen Werke herankommen, und präsentiert erneut einen Horror-Film, wobei der Humor diesmal nicht ganz so schwarz ist. Allerdings präsentiert er hier wie bei "Herr der Ringe" oder "King Kong" bereits eine große Palette gut inszenierter Spezial-Effekte und lässt schon einmal vermuten, was von ihm noch alles kommen könnte. Leider kann er aufgrund seiner schnellen Filmmusik und seiner skurrilen Umsetzung keine gespannte Atmosphäre aufbauen und verschenkt damit einiges an Potential. Während der Humor anfangs noch bestens amüsieren kann und der Film anfangs überaus unterhaltsam ist, kippt er zum Ende hin leider immer mehr ins Lächerliche ab und die Effekt-Überladene Umsetzung hält zwar einen soliden Unterhaltungswert, liefert aber leider weder sonderlich viel Spaß, noch sonderlich viel Spannung. Jackson hätte entweder auf guten Slapstick, wie schon bei "Braindead" setzten sollen, oder aber auf ordentlichen Grusel, aber so ist "The Frighteners" nichts Halbes und nichts Ganzes und trotz der guten Ansätze lediglich ordentliches Mittelmaß.
Die Story tritt durch die vielen Effekte, die Anflüge von Humor und das schnelle Erzähltempo in den Hintergrund und dies ist auch gut so. Dass die Charakterkonstruktion nicht sonderlich tief ist und, dass sich die Story die ganze Zeit in überaus seichtem Gewässer bewegt, ist offensichtlich. Es gibt zwar ein paar gute und vor allem innovative Ansätze, die ich eigentlich sehr schätze, allerdings ist das Endprodukt, das filmische Ganze zu skurril und meiner Meinung nach zu überdreht und überkonstruiert. Vor allem zum Ende hin beginnt die Story zu nerven, da sie auf der Stelle tritt, ich hätte den Film wohl besser gefunden, wenn Jackson sich die letzte Viertelstunde geschenkt hätte. Und auch die aufgesetzte Love-Story um Fox bietet keine Überraschungen und bremst den Film nur aus. Ich bin kein Fan von Horror-Filmen, von Horror-Komödien und von skurrilen Filmen, muss zwar zugeben, dass mich der Film positiv überrascht hat, aber als gut würde ich ihn dennoch nicht bezeichnen.
Michael J. Fox zeigt, dass er sich seit seiner Paraderolle in "Zurück in die Zukunft" weiterentwickelt hat. Er spielt zu keinem Zeitpunkt übertrieben überdreht, wie man es von einigen Slapstick-Filmen kennt und bewahrt die ganze Zeit über zumindest im Ansatz eine angenehme Ruhe, sodass der Film nicht endgültig in billigen Horror-Klamauk abrutscht. Dennoch ist dies sein letzter größerer Film, da ihm seit "The Frighteners" eigentlich nur noch Gastauftritte in diversen Fernseh-Sendungen vergönnt waren. Trini Alvarado, die bis heute noch nicht ihren Durchbruch geschafft hat, spielt solide. Auch der übrige Cast ist ordentlich.
Fazit:
Mit guten Effekten und zwischenzeitlichem Humor präsentiert Peter Jackson seine Horror-Komödie "The Frighteners". Leider ist die Story ein wenig zu überdreht und überkonstruiert und die Umsetzung ein wenig zu skurril. Während der Film anfangs bestens unterhalten kann, baut er leider zum Ende hin keine Spannung und nur wenig Humor auf und kocht vor lauter Effekten über. Alles in Allem solides Mittelmaß und für Fans von Horror-Filmen und skurrilen Werken zu empfehlen.