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Bekannt durch äußerst sehenswerte Filme wie "Braindead" oder "Heavenly Creatures", wagt sich der neuseeländische Spitzenregisseur Peter Jackson an ein neues gruselig-komisches Meisterwerk namens "The Frighteners". In diesem Film aus dem Jahr 1996 geht es um Frank Bannister, seines Zeichens Geisterjäger. Frank besitzt nach einem Autounfall zwar tatsächlich die Fähigkeit Geister zu sehen und mit ihnen zu kommunizieren, dennoch ist er ein Betrüger, der mit Hilfe seiner übernatürlichen Freunde armen Bürgern das Geld aus der Tasche zieht. Als Lucy ihn allerdings bittet, ihr zu helfen, mit ihrem kürzlich verstorbenen Mann zu kommunizieren, kommt Frank auf die Spur einer grauenhaften Mordserie, der selbst seine eigene Frau vor Jahren zum Opfer fiel. Zusammen mit Lucy stellt Frank Nachforschungen an und macht sich auf die Suche nach dem Killer. Sie müßen bald herausfinden, dass es sich um einen gefährlichen Gegner handelt, den Tod selbst. Erschwerend kommt noch hinzu, dass FBI-Agent Dammers hinter Frank her ist, der ihn für den verrückten Mörder hält. Eine Hetzjagd beginnt, auf der Frank und Lucy sich gegen alles und jeden wehren müßen.
"The Frighteners" ist ein solider Film, der alle Register zieht. Die Story ist relativ neuwertig; viele interessante und unverbrauchte Aspekte fließen ein. Immer wieder schiebt sich ein neuer unerwarteter Moment in die Story ein und so bleibt letztlich bis zum Schluß der Ausgang der Geschichte offen. Wieder einmal schafft es Peter Jackson subtilen und sarkastischen Humor mit der richtigen Menge Action zu kombinieren. Die scharfzüngigen Bemerkungen von Michael J. Fox's Charakter Frank sind mindestens genauso unterhaltsam wie die elegant inszenierten Actionsequenzen. Dank modernster Computertechnologie kann der Film weitere Pluspunkte machen. Die einzelnen Charaktere, immer auf einem schmalen Grad zwischen Selbstironie und bitterer Ernsthaftigkeit, wissen zu überzeugen - nicht zuletzt auch wegen den guten schauspielerischen Leistungen.
Peter Jackson weiß genau, wie er an einen Gruselfilm wie "The Frighteners" herranzugehen hat, was sich auch zeigt. In "The Frighteners" findet man wahrscheinlich einen der am meisten unterbewertesteten Filme aller Zeiten, der neben einer umwerfend frischen und spannenden Story auch gelungene schauspielerische Leistungen aufzeigt. Über das Regietalent von Jackson selbst muß man sowieso kein Wort verlieren. So sollte ein modernes Gruselmärchen aussehen!

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