Der erste Teil des argentinischen Zombie-Splatters „PLAGA ZOMBIE – THE BEGINNING“ begibt sich auf einem schwierigen Scheideweg: Eigentlich zu aufwendig für einen Amateur-Streifen aber dennoch unverkennbar zu unprofessionell für einen ernsthaften Versuch im Universum des Filmemachens.
Trotz und gerade wegen des unvermeidlich unfreiwilligen Humors kann der Film sich einen eigenständigen Charme erwerben, den ich in billigen Amateur-Produktionen gerne belächle. Außerdem kommen wir bei diesem Streifen in den Genuss der wohl unpassendsten deutschen Synchronisation seit Jahren. Wahnsinn, wie viele Lacher nur aufgrund der deutschen Stimmen aufkommen, die wir so asynchron nicht mal in den unterirdischsten Brunos überkurbeln. Der pure Wahnsinn! Ansonsten hat der Streifen durchaus seine guten Momente: Die Kill-Szenen wirken nicht mal übel und auch im Masken- und Effekt-Bereich wurde ordentliche Arbeit geleitet. Dennoch bewegen wir uns fast über die gesamten 70 Min. Spieldauer im gepflegten Mittelmaß des Zombie-Genres. Irgendwie haben wir das Gefühl, alles schon einmal gesehen zu haben.
Ein paar wirklich innovative Aktionen und der phasenweise abgefahrene Humor machen das Debüt der Argentinier Parès und Sàez für alle Horrorfans aber dennoch interessant, wenngleich dieser Beitrag in der derzeitigen Flut an Zombie-Beiträgen sicherlich kein großes Aufsehen erregt!
(5 / 10)