Ich mag diese alten Vincent Price-Filme.Die Dr.Phibes-Teile waren schon nicht schlecht,aber in „Theater des Grauens“liefert Price eine Meisterleistung ab.
Edward Lionheart ist Theaterschauspieler und spielt mit größter Hingabe Shakespearestücke.Als er den Kritikerpreis nicht bekommt,springt er in die Themse.
Nach und nach werden die verantwortlichen Kritiker frei nach Shakespeare-Motiven ermordet,steckt etwa der totgeglaubte Lionheart hinter der Mordserie ?
Schön bissiger Humor zieht sich durch die Handlung,frei nach Shakespeare und doch angereichert mit treffenden Zitaten seiner Werke.Da wird recht phantasievoll vorgegangen und es fließt unerwartet viel Blut(abgetrennter Kopf,herausgeschnittenes Herz).
Vincent Price schlüpft in mehrere Verkleidungen und zeigt dabei mehr als deutlich sein schauspielerisches Talent,seine Spielfreude ist unübersehbar.
Er agiert facettenreich und einige schräge Verkleidungen können für schwarzhumorige Lacher sorgen.Humorige Höhepunkte:Der Chefchirug,den man bei der Operation nicht schnell genug das Gesicht abtupfen kann,der tuckige Friseur Butch,der „Baby hübsch macht“,und nicht zuletzt der französische Meisterkoch,der für die Sendung“This is your dish“erstmal Robert Morleys Pudel zu Pastete verarbeitet.
Herrlich derb und mutig in Szene gesetzt,dabei aber fast nie langweilig.Eventuell hätte man bei einigen Shakespeareausführungen etwas kürzen können-wie bei der Szene,bevor sich Lionheart vom Balkon stürzt.
Ein toller Vincent Price in einem Horrorfilm,der vor sarkastischem Humor nur so sprüht,unbedingte Empfehlung an alle Fans klassischer Horrorstreifen !
8 von 10 Punkten