Brad May versorgte uns schon mit so manchem B – Movie, die zu nennen, sie nicht einmal ansatzweise Wert sind. Mit Asteroid liefert er eine, wahrscheinlich für das TV produzierte „Was – wäre – wenn“ – Katastrophe ab, die ungeniert bei aktuellen und alten Kassenschlagern klaut. So werden ganze Szenen, wie die durch die Straßenschluchten fliegenden Autos 1:1 aus einem anderen Film, dessen Namen ich nicht nennen möchte, kopiert und das auch noch ziemlich mies. Die Effekte dieses Films um Asteroiden, welche die Erde bedrohen, sind an die sparsamen Filme um Godzilla und Co. Angelehnt. Was bedeutet, dass man nur all zu deutlich die Modelstädte und Modelautos durch die Luft fliegen sieht. Wäre dieser Film ein wahrer B-Film, wäre das sicherlich witzig, nur leider nimmt dieser Quark sich hier auch noch ernst und möchte dem Betrachter was von einer ganz bösen Katastrophe weismachen. Der fällt da aber nicht drauf rein und geht lieber mit seiner Eisenbahnanlage spielen. Die sieht viel echter aus und da kann man ja auch mal einen Asteroiden aus Spaß drauf knallen lassen. Da weiß man wenigstens, was man davon hat.
Der Film an sich ist eigentlich ein Zweiteiler. Also wie ein guter Anzug, oben und unten. Der erste Teil endet ist noch recht lahm, hier werden halt die Figuren eingeführt, die kommende Gefahr erklärt, ganz viel Panik geschoben und eine Menge Stuss gelabert. Zum Ende darf man den ersten kleinen Splitter einschlagen sehen, dann ist erst mal duster.
Der zweite Teil legt mit der Zerstörung von Texas los, was ja eigentlich niemanden stören würde, wären da nicht wieder diese miesen FX, die gar keine sind. Damit hätte man dann auch den Film enden lassen können. Aber nein! Man muss uns unbedingt noch mit bekloppten Rettungsaktionen beglücken, die sich dann über die letzten 80 Minuten bis zum Happy End erstrecken. Ach, hätte ein Asteroid doch den Drehbuchautor getroffen. Doch so muss man den ganze Kram einfach überstehen und wenn man Patriot genug ist, darf man auch mit den armen Amerikanern mitfiebern, die natürlich trotz aller böswilliger Zerstörung aus dem All, tapfer weiter machen.
Die Schauspieler sind anscheinend alles irgendwelche bekannten Gesichter aus dem Amerikanischen TV, agieren auch dementsprechend und kommen schon fast an das Niveau einer durchschnittlichen Tatort-Folge heran.
Beste Szene des Film: Ein alter Mann plündert mit seinem Enkel einen Pepsitransporter, setzt sich zwischen die Trümmer seiner Stadt und lässt die Cola zischend sich öffnen, wobei das Pepsilogo natürlich im Mittelpunkt des Kameraauges liegt. Das ist doch noch die wahre Schönheit der Zerstörung!