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Ein Komet rast auf die Sonne zu und passiert dabei den Asteroidenring. Einige der Asteroiden verändern ihre Flugbahn und rasen schließlich auf die Erde zu. Die Astronomin Lily McKee, die Direktorin des nationalen Oberservatoriums, entdeckt diese kosmischen Trümmer und informiert die FEMA (die Federal Emergency Management Agency) und deren Jack Wallach. Erst zögernd realisiert dieser die große Gefahr die den USA, aber auch der ganzen Welt durch den Einschlag eines dieser Bruchstücke drohen würde. Er informiert den Präsidenten von der Bedrohung.
Diese konkretisiert sich schließlich. Zuerst tritt der Asteroid Helios in die Atmosphäre ein und zerfällt glücklicherweise dort, so dass nur kleinere Stücke auf die Erde fallen. Da Dr. McKee die FEMA rechtzeitig informieren konnte, gelingt es die am stärksten gefährdete Stadt, Kansas City zu evakuieren. Ein zerborstender Staudamm richtet schließlich in der Stadt eine Menge Schäden an.
Aber damit noch nicht genug, als noch gefährlicher entpuppt sich der Asteroid Eros, der ebenfalls über den USA niedergehen wird. Die US-Luftwaffe stellt einen streng geheimen Laser zur Verfügung, mit dem es gelingt Eros zu treffen und in kleinere Bruchstücke aufzuteilen, die aber noch groß genug sind eine Menge Unheil anzurichten.
Ein Bruchteil trifft die texanische Stadt Dallas und zerstört sie nahezu vollständig. Im zweiten Teil des Films erlebt der Zuschauer die Rettungsaktionen in dieser stark verwüsteten Stadt.
Neben der Haupthandlung gibt es noch eine Reihe von Nebenhandlungen: der Direktor der FEMA und Dr. Lily McKee kommen sich im Laufe des Films immer näher - sie selber sucht im zweiten Teil des Films ihren Sohn und ihren Vater, die sich in Dallas aufgehalten haben - wir erleben das Leid und das Leben eines schwarzen Feuerwehrmanns und seiner Familie, der in beiden Städten an vorderster Front gegen die Not kämpft - schließlich erleben wir zwei Medizinstudenten, die angesichts des Leids über sich hinauswachsen.

Alles in Allem kann der Film trotz seiner Länge (beide Teile zusammen dauern gut drei Stunden) durchaus unterhalten. Vielleicht hätte man sich auf ein Ereignis beschränken und den Film auf die Hälfte herunterschneiden sollen, aber größere Längen entstehen trotzdem nur selten.
DIe Schauspieler agieren im Rahmen ihrer Möglichkeiten und das geht auch in Ordnung (von Michael Biehn erwartet man keine großartige Charakterdarstellung). Man nimmt ihnen ihre Rollen ab (insbesondere Annabella Sciorra oder Michael Weatherly).
Die Filmtricks sind zwar stellenweise recht trashig, aber für eine TV-Produktion schon ganz ordentlich. So sind z.B. beim Einschlagskrater die Nebelmaschinen, die eine schummrige Atmosphäre vermittelnb sollen recht gut zu erkennen.
Manche Dialoge wirken ein wenig hölzern und hätten vielleicht ein wenig überarbeitet werden dürfen. Was mich jedoch für den Film einnimmt ist, dass er am Ende mit für US-Produktionen recht wenig Pathos auskommt.

Uns hat der Film zwei Abende recht gut unterhalten, nicht mehr und nicht weniger.

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