Es muss die Hölle im Himmel (oder der Himmel in der Hölle?) sein. Da ist Mann (Ray Lovelock als Giovanni) mit einer jungfräulichen Traumfrau (Edwige Fenech als Valentina) verheiratet & was ist? Nix ist! Tote Hose ist, der Lümmel streikt. Immer wenn es ernst wird, macht er schlapp & weigert sich standhaft, seinen ehelichen Pflichten nachzukommen. "Im Prinzip ist ja alles in Ordnung, aber er steht nun mal nicht. Ich kann mich auf den Kopf stellen, dann hängt er nur zur anderen Seite runter."
Was tun? Altbewährte Hausmittel helfen ebenso wenig wie Valentinas bezaubernde Reize, selbst das vom fidelen Onkel (Renzo Montagnani) initiierte Vorspiel mit einer Bediensteten endet in Frustration: Der hochgelutschte Schwengel legt sich entspannt schlafen, sobald er des Gestrüpps vor Frauchens Lustgrotte ansichtig wird. Vielleicht hat ja Valentinas Mama (Carroll Baker) einen Tipp auf Lager?
Eine frivole italienische Sexkomödie, die bei einem aktuellen Me-Too-Test mit Pauken & Trompeten durchfallen würde. Und schallende Backpfeifen würde es obendrauf setzen, besonders für den Onkel, der seine Bediensteten ungefragt begrapscht, entkleidet & zu beschlafen versucht. Obwohl so einige hübsche Frauen mitspielen (& sich obenrum frei machen), der Blickfang schlechthin ist natürlich Edwige Fenech, die an einer Stelle nach einer "zufällig" am Set herumstehenden Flasche J&B greift & einen Schluck direkt aus der Pulle nimmt.
Neben ihrem Luxuskörper ("Dein Körper ist wirklich fantastisch. Dein Busen ist einmalig.") punktet sie mit Charme, Charisma & Sinnlichkeit, sodass man am liebsten in den Film einsteigen würde & die Bedauernswerte von ihren Qualen erlösen möchte. Wird Valentinas sexueller Notstand beendet oder geht sie aus Verzweiflung ins Wasser? Bekommt Onkel Federico eine gescheuert? Gibt’s ein lustiges Geschlechtsverkehrs-Hoppala? Wird man eine Dame finden, die nicht blankzieht? Wie oft bekommt man den Titelsong "Tic Toc" zu hören? Und am wichtigsten: Wird Giovannis "müde Sardine" am Ende doch noch munter?
Die Antworten auf diese existenziellen Fragen sind im Film versteckt. Vom Regisseur von Zombies unter Kannibalen.