Review

Knapp ein Jahr später folgte die Fortsetzung zu " Cyber Tracker ", die den Erstling sogar toppen kann. Wieder nahm Richrad Pepin auf dem Regiestuhl platz und produzierte zusammen mit Joseph Merhi. Man investierte noch etwas mehr, als schon zuvor in den Erstling, leider griff man trotzdem auf Stock Footage zurück. Das fällt zwar nur in wenigen Szenen auf, aber ich finde PM Entertainment hat so etwas nicht nötig, das sind wir eher von Nu Image gewöhnt. Zumindest mindert es die ansonsten gute Qualität von " Cyber Tracker 2 " und schließt bei mir eine etwas höhere Wertung aus. Insgesamt bekommt man aber das geboten, was man auch sehen will, nämlich viel Action.
Story:
Eric Phillips (Don Wilson) arbeitet mittlerweile für das FBI und ist mit Connie (Stacie Foster) liiert. Aber auf dem Weg zur Arbeit verschwindet Diese spurlos und eine Cyborgkopie von ihr, begeht öffentlich einen Mord. Eric kann das über den Fernsehkanal beobachten und macht sich sofort auf, um Connie zu retten. Bald findet er sie auch und zusammen kommen sie dem größenwahnsinnigen Paris Morgan auf die Spur, welcher eine ganze Cyborgarmee um sich schart. Mit den Cyborgs will er bekannte Persönlichkeiten imitieren, um Diese erst zu ermorden und dann auszutauschen. Aber Eric und sein Vorgesetzter Swain (Tony Burton) lassen das nicht zu und wollen Paris mit seinen eigenen Waffen schlagen: Den Cyborgs.

In Punkto Action kann man hier gewaltig zulegen. Nicht nur was die Anzahl oder Länge der Actionszenen betrifft, sondern auch auf qualitativem Maß. Allein schon der lange Actionopener macht unheimlich Spass. Schon hier wird viel geballert und der Bodycount in eine ordentliche Höhe getrieben. Dabei wird massenhaft Munition verschwendet und die Einschüsse sind ziemlich blutig. Leider sind die anderen Actionszenen nicht ganz so gut inszeniert, aber es kracht ordentlich. Vor allem die Explosionen sind gigantisch und locker mit einem A-Movie zu vergleichen. Die Verfolgungsjagden sind spektakulär und es wird alles geschrottet was im Weg steht. Viele Stunts, Saltos, Überschläge und große Explosionen. Hier müssen wirklich viele Autos dran glauben, aber auch ganze Gebäude werden in die Luft gejagt. Nur bei den Fights wird man enttäuscht. Don darf sich nur drei relativ kurze Fights leisten, auf diesem Sektor hätte ich mehr erwartet. Aber man konzentriert sich eben mehr auf die Shootouts und auf die Hetzjagd zwischen Mensch und Maschine. Dies alles wurde ordentlich in Szene gesetzt, gleicht aber ziemlich dem Vorgänger. Nur ist es manchmal schon peinlich, wenn Don ohne Deckung keine einzige Kugel abbekommt. Die Fieslinge fallen wie die Fliegen und ballern aus allen Rohren auf Don, treffen ihn aber nicht mal annähernd. Dazu kommt der sichtliche Einsatz von Stock Footage. Vor allem wenn man so wie ich, kurz davor den Erstling angesehen hat, dem fällt ganz besonders auf, dass man einige Szenen wiederverwendet hat. Ansonsten kann man sich auf wirklich schnörkellose Action freuen, leider fast ohne Spannung.
Bei der Kulisse hat man sich wieder keine Mühe gegeben, außer ein paar Laserkanonen ist alles beim Alten geblieben. Dafür ist der Score um Einiges besser geworden. Die Sounds klingen zwar hier und da zu heroisch, aber sie passen diesmal immerhin gut zum Geschehen.
Von der Story darf man nicht zuviel erwarten. Die üblichen Klischees wie Verschörungen, Arbeit im Untergrund, das Gute siegt immer, werden alle erfüllt. Das Tempo stimmt aber wieder nur Szenen wie das virtuelle Kickboxtraining nerven. Das alles nur um Eric mehr Menschlichkeit zu verleihen. Die Charakterisierungen sollte man in solchen Filmen bleiben lassen.
Don Wilson darf in seinen alten Charakter schlüpfen und schlägt sich auch hier ganz wacker. Nur die langen Haare stehen ihm nicht so toll. Stacie Foster ist auch ganz ordentlich, aber Tony Burton spielt doch alle an die Wand.

Fazit:
Es ist eine deutliche Steigerung zum Vorgänger erkennbar, aber der Einsatz von Stock Footage vermiest einem etwas die Stimmung. Dabei ist die Action zahlreich vorhanden und Pepin lässt es in gewohnter Art krachen. Spannung kommt dabei kaum auf und auch die Story ist bestenfalls solide, aber temporeich inszeniert. Wem schon der Erstling gefiel, der kann hier ohne Bedenken zuschlagen. Es gibt Besseres von PM und Pepin.

Details
Ähnliche Filme