Strange... Stranger... Moctezuma!
Mansion Of Madness ist das Debüt des spanischen Jodorowsky-Kolaborateurs, und es ist einer der ungewöhnlichsten Genrefilme, den ich seit langem gesehen habe. Zunächst fragt man sich in welche Genreschublade man diesen Streifen wohl gerechtfertigt stecken darf: Horror? Komödie? Surreales? Oder doch nichts davon?
Um Mansion Of Madness gerecht zu werden muss man ihn wohl zwischen alle Stühle setzen. Denn moctezuma mixt Genretopoi des Horrorkinos mit schrägem Slapstick, einer Handvoll (Jess-Franco-)Sleaze und tollen Einfällen (ich sag nur Mr. Chicken!).
Trotzdem ist der Film eigentlich nie wirklich spannend, gruselig, gory oder sexy. Das mag besonders daran liegen, dass Moctezuma sich für kein deutlich erkennbares Genre entscheiden konnte und so den Zuschauer mehr ständig überrascht als durch einen kontinuirlich verfolgten roten Faden das Publikum zu fesseln.
Meiner Unkenrufe zum Trotz ist Mansion Of Madness ein überaus sehenswerter Film, der es in synchronisierter Form verdienen würde, regelmässig im Spätprogramm der öffentlich-rechtlichen Sender zu laufen.
Fazit: 8,5 von 10