The Patriot ist ein schwacher Steven Seagal Action Film, der in der Retrospektive betrachtet den Abschied von Seagal von der großen Kinoleinwand einläutete.
In den Film von Regisseur Dean Semler, der als Kameramann einige große Erfolge vorzuweisen hat, spielt Seagal den Arzt und ehemaligen Geheimdienst-Mitarbeiter Dr. Wesley McClaren, welcher in einer amerikanischen Kleinstadt lebt. Der Vater einer Tochter legt dabei als Ureinwohner Amerikas besonderen Wert auf Naturheilkunde. Doch die Kleinstadtidylle wird durch den ebenfalls dort lebenden Floyd Chisolm getrübt. Flyod ist ein bundesweit gesuchter Neo-Nazi und Anführer einer schwer bewaffneten Milizgruppe. Er stellt sich dem FBI, doch zuvor setzen er und seine Truppe ein tödliches Toxin frei. Allerdings in den Glauben, das Gegenmittel bereits selbst genommen zu habe. Nach und nach erkrankt die ganze Stadt an dem Gift und die US-Regierung stellt das Gelände unter militärische Quarantäne. Nun liegt es McClaren ein Gegenmittel rechtzeitig zu finden, da sich zudem raus stellt das seine Tochter immun gegen das Virus erscheint und damit zur Gejagten wird....
Politisch mit einer momentanen realen Prämisse ausgestattet ist es enttäuschend wie wenig der Film daraus macht. So ist es erstaunlich wie sehr der Anfang des Filmes an die Geschehnisse in Washington erinnert, obwohl das ganze im Jahr 1998 gedreht wurde. Doch nach einem guten Anfang wird schnell deutlich das Semlers Film nicht viel zu bieten hat. So wird Seagals schauspielerische Limitierung schmerzhaft deutlich, was Angesichts der guten Nebendarsteller bzw Besetzung schade ist. Auch die erneute Einbindung der Ureinwohner Amerikas ist löblich, zumal das Ende nicht einer gewissen Ironie entbehrt.Dennoch krankt aber der The Patriot vor allem an der fehlenden Action, was in einer Actionfilm natürlich tödlich ist. So bietet der Film lediglich kurze sowie unspektakulären Schießereien, hält sich aber ansonsten nahezu vollkommen zurück. Der schwache Showdown vervollständigt den negativen Gesamteindruck.
So reicht es dann auch nur für knappe vier Punkte. Zu unspektakulär und in der Action gar praktisch ein Totalausfall können auch einige schöne Bilder sowie die angesprochene politische Aktualität kaum etwas retten.