Review

I did voodoo - what did you do?


„Scared Stiff“ ist ein typischer Monstergrusler aus der zweiten Hälfte der 80er. Er vereint Elemente des Voodoo- mit denen des Geisterhausfilms und erzählt eine klassische Geschichte von Flüchen, Monstern und Gewalt (in der Familie) nach dem Einzug in ein neues Anwesen mit erschreckender Vergangenheit…

„Burnt Offerings“ meets „The Serpent & The Rainbow“

Sowohl als tragische Familiengeschichte als auch als Monstermovie funktioniert „Scared Stiff“ in Ordnung. Leider in beiden Kategorien nicht mehr. Vor allem die poltergeistigen Gruseleinlagen in den ersten zwei Dritteln hat man einfach schon zu oft ähnlich und besser gesehen. Gegen Ende kommt er dann besser und monströser an's Rollen. Doch seine eigentliche Stärke, das hintergründige Thema der häuslichen Gewalt, wird spätestens ab da brachial fallengelassen. Was ich danach dann aus all dem Potpourri mitnehme ist kaum der Rede wert. Für seine nichtmal 90 Minuten tat er aber auch nicht weh. Meister wie Hooper oder Craven haben aber Ähnliches eben schon auf die Spitze getrieben, was zusätzlich zu Abnutzungserscheinungen und Achselzucken führt - gerade bei fleißigen Genreguckern und abgehärteten Horrorheads. Und das Problem: fast nur die werden tief genug graben, um auf „Scared Stiff“ zu stoßen… 

Fazit: handzahmer Voodoo-Schocker ohne eigenes Flair und mit wenigen kreativen oder nur halbwegs interessanten Ideen. Tut nicht weh, wird aber schnell im Geiste verweht. Ein wenig Kommentar zu häuslicher Gewalt und hintenraus ein paar nette Monstereffekte - das sind die Höhepunkte. 

Details
Ähnliche Filme