Lässt selbst „Anaconda“ meisterhaft wirken!
Worauf haben sich Oliver Reed und Peter Fonda da wieder eingelassen?! In „Spasms“ machen die beiden Jagd auf eine telekinetisch (!) begabte Riesenschlange auf einer pazifischen Insel - nur echt mit Voodoosekte und Supertoxin…
Heute würden solche Plots (leider?) fast nur noch Asylum und Co. aufgreifen, auf dem Höhepunkt der 80s-Horrorwelle was Slasher und Tierterror betrifft, wagte sich auch Warner mal mit (betagteren) Superstars an solchen Kokolores. Und griff damit eindeutig in den Klo! Da nehme ich doch zehnmal lieber Monsterhorror aus dem Jahrzehnt danach, etwa „Octalus“ oder „Das Relikt“. Aber „Spasms“ ist ein waschechter Weichzeichnerschnarcher! Ehrlich gesagt ein heißer Anwärter auf den schlechtesten, versandendsten und leersten Schlangenhorror, den ich je gesehen habe. Viel schlimmer geht’s nimmer! Man spürt an jeder Ecke, dass das Geld und die Ideen ausgingen. Man spürt an jeder Ecke, dass die beiden männlichen Stars auf Alki-Autopilot „funktioniert“ haben. Man spürt an jeder Ecke, wie lächerlich und scheisse die Riesenschlange ausschaut. Aber man bekommt sie ja eh kaum zu Gesicht. Und man muss sich bei „Jaws 4“ entschuldigen, wenn man diesen tierischen Telepathiequatsch als neuen Maßstab hernimmt. Insgesamt ist „Spasms“ eine einzige Bankrotterklärung für alle Beteiligten. Da kriegt man wirklich fast Zuckungen - weil man quasi alle fünf Minuten einschläft! Ja, die ein, zwei coolen „Blaseneffekte“ gebe ich ihm, die es damals ja auch zurecht in die einschlägigen Gore- und Effekt-Magazine geschafft haben. Aber ansonsten ist das tote Hose und nah an Volltrash. Dagegen sieht auch Reeds zweiter Killerschlangenfilm aus dem Jahr, „Venom“, noch echt passabel aus.
Fazit: fusslahmer und trügerischer Schlangenmonsterschocker mit wenig Highlights und Sehenswertem - selbst wenn man einen Softspot für Creature Features hat!