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Paul und Grant können es kaum erwarten, die Großstadt hinter sich zu lassen und am Meer einen drauf zu machen. Surfen, saufen und – hoffentlich – Sex. Auf ihrer Fahrt durchs neuseeländische Niemandsland treffen sie auf zwei heiße Bräute in einem flotten Flitzer. Die beiden laden die Jungs auf eine Party ein. Einzige Bedingung – sie dürfen sich auf der Fahrt dorthin nicht abhängen lassen. Die wilde Verfolgungsjagd endet jäh im Straßengraben und von den Mädchen fehlt jede Spur. Dafür tauchen plötzlich ein paar Einheimische auf, die den Stadtmenschen ans Leder wollen. Wieder beginnt eine Jagd, aber diesmal ist nichts mehr wie es scheint.

Schön, das der Horror in Neuseeland nach Peter Jackson noch Lebenszeichen von sich gibt und wie hier sogar mit einem recht überraschenden Script aufwarten kann. Was hier noch als Backwoodslasher Nummer 5487 beginnt, nimmt eine für mich doch recht unerwartete Wendung hin zum Übernatürlichen. Anfangs denkt man noch die zwei Partymädels wären die Cousinen der lokalen Hinterwäldler auf Menschenfang und fragt sich warum sich die zwei depperten Kerle im Auto selbst abfackeln, aber man findet eine Erklärung, die nach der internen Logik sogar funktioniert.
Dadurch das sich alles in einer Nacht abspielt ist die nächtliche Hatz vom Tempo jedenfalls sehr flott unterwegs. Zudem besitzt man mit seinen zwei Protagonisten auch recht gute Darsteller, vom auch der eine schließlich nichts dafür kann das sein Rollencharakter Herr der Ringe nicht mag (und das ausgerechnet aus Jacksons Heimatland, gilt das da nicht als Sakrileg?).
Nicht so ganz geschickt aufgelöst ist allerdings die Hintergrundgeschichte. Ohne jetzt zuviel verraten zu wollen, da hätte man doch gerne mehr erfahren. Spielt man hier den Groundhog Day nach, oder nur an bestimmten Tagen, es bleiben viele Fragen offen. Für einen Regiefrischling war das aber dennoch sehr ordentlich, da hätte gern noch ein zweiter Film nachkommen dürfen.
6/10

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