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... oder besser genannt „Ruthless People". Es ist ja nicht das erste Mal, das ein deutscher Filmtitel so bescheuert ausfiel, möchte mal wissen, wer sich diesen Müll immer ausdenkt. Hier kommt ein knalliges buntes 80er-Jahre-Vehikel daher mit allem was dazu gehört.

Erst einmal ein Garant für eine gute Komödie: Das Gespann Abraham/Zucker. Die Pointen sind zwar nicht im Nonsens-Stil der „Airplane"- oder der späteren „Naked Gun"-Filme, aber hier geht's ebenfalls lustig zur Sache. Dafür sorgt auch die ziemlich abgedrehte Story (und so gesehen passt der deutsche Titel dann doch wieder). Der Millionär Sam Stone (Danny DeVito) ist seiner zickigen Frau Barbara (Bette Midler) überdrüssig. Er beschließt sie umzubringen. Doch da kommt ihm eine Entführung dazwischen. Die Geiselnehmer melden sich bei ihm und verlangen ein hohes Lösegeld, oder seine Frau wird umgebracht. Logisch, das Sam nicht im Traum daran denkt, zu bezahlen, nehmen ihn doch andere die leidige Arbeit ab. Er wird jedoch wütend, als die Verbrecher ihn immer weiter nerven, und mit der Summe immer weiter nach unten gehen. Als Barbara davon erfährt, verbündet sie sich mit ihren Kidnappern...

Die Rolle des Millionärs Sam ist mit dem cholerischen Giftzwerg DeVito hervorragend besetzt, besser kann man diesen Part kaum ausfüllen. Aber auch Bette Midler beweist ihr komisches Talent, obwohl man sie eigentlich sonst eher als Sängerin kennt. Ihre Besessenheit, während der Gefangenschaft die Pfunde mittels Fitnesstraining purzeln zu lassen, macht auf den Betrachter einen bewundernswerten Eindruck. Auch die beiden Kidnapper sind eine Klasse für sich, auch was ihre Trottelhaftigkeit anbelangt (Eddy-Murphy-Fans freuen sich sicher über ein Wiedersehen mit Jugde „Rosewood" Reinhold).

Ansonsten lugen die 80er Jahre an allen Ecken und Enden hervor: Alles ist grellbunt und hektisch, die Musik - allen voran der Titelsong von Mick Jagger - bohrt sich sofort ins Ohr.

Fazit: Eine hinreißende Komödie mit ziemlich schwarzen Untertönen und sauber inszenierter Handlung. Sieht man heute nicht mehr all zu oft. Leider.

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