Gerade im Mittelalter- , bzw. Fantasy-Bereich gibt es wahrlich Schlimmeres als "Dragon Storm", was leider aber nicht den Umkehrschluss zulässt, dass die ziemlich trashig dargebotene Drachenjagd uneingeschränkt sehenswert ist. Selbst für die Genrezielgruppe gilt, dass man den (insgesamt betrachtet immerhin nicht völlig misslungenen) Flick bei ausgeprägter Trash-Intoleranz am besten meidet, so wie die Jungfrau den Drachen. Denn nur die Flugechsen machen in "Dragon Storm" eine einigermaßen ordentliche Figur, während man darüberhinaus nahezu alles geboten bekommt, was Trash seinen guten Namen gibt. Augenscheinlich wird dies gerade bei der Ausstattung und der Gestaltung der (wenigen) Settings. Wo man nicht auf natürliche Locations zugreifen konnte, da mussten billigste Papp- und Kunststoffdekors herhalten, wie man sie nicht einmal in alten "Raumschiff Enterprise" Folgen zu sehen bekam.
Da quasi nur die Drachen nicht trashig wirken, sind diese offensichtlich auch Schuld an der Misere, die es dem Budget am Ende nicht einmal mehr gestattete ein Dutzend Statisten mehr vor die Kamera zu zerren. Also muss man sich als Zuschauer mit einer Handvoll mehr oder weniger prominenter Mimen zufrieden geben, die einsam durch die Kulissen schleichen. Das wirkt auf Dauer nicht nur reichlich fad, sondern in manchen Szenen auch reichlich läppisch. Scheins kann der olle König sich nicht einmal ein Dutzend Soldaten leisten, so dass er sogar sein eigenes Töchterlein mit auf die Drachenhatz schickt. Dafür ist dann aber auch zu der anschließenden Party im Thronsaal außer den üblichen Verdächtigen niemand geladen. Entsprechend markig in Rede und Gegenrede müssen die Einzeiler der Mitwirkenden klingen, um dennoch einen Eindruck beim Zuschauer zu hinterlassen. Das dachten sich scheins die Schreiberlinge dieser Posse und trotzdem will diesseits der Mattscheibe keine rechte Stimmung aufkommen.
Denn die Story reicht objektiv betrachtet nicht einmal um die Hälfte der Zeit sinnvoll zu füllen und zudem hat man auch immer wieder mal das Gefühl, in eine TV-Produktion á la "Hercules" oder "Xenia" hineingezappt zu haben, etwa wenn eine Klopperei in Slapstick ausartet. Wenigstens hält sich der entsprechende, reichlich unlustige Humor aber noch in Grenzen und die Inszenierung gibt sich zumeist ernsthaft, was wiederum nicht bedeutet, dass man die Darbietungen auch ernstnehmen kann. So bleibt unterm Strich der Eindruck eines völlig unterdurchschnittlichen Fantasy B-Movies, dem nunmal leider nicht viel Phantastisches anhaftet. Da mag man sich ganz bescheiden gar nicht vorstellen, wie ungnädig das Urteil erst ohne die Drachen ausgefallen wäre.