Review

Damals bewarb man die X-Rated VHS-Ausgabe mit „Weltweit längste Fassung(6 Minuten länger) – Was nützt es,wenn man statt erwarteter Splatttereinlagen nur untertiteltes Teeniegelaber präsentiert bekommt ?
Lamberto Bava hat mit „Die Gruft“einen Horrorstreifen gedreht,den man recht eindeutig in der Kategorie unnötig und belanglos wieder findet.

Da stibitzen ein paar Teens im Laden ein paar Sachen,flüchten und verirren sich im Nebel,um schließlich in einem alten Gasthof zu landen,wo ihnen ein kauziger Wirt eine Wette anbietet:Wenn sie eine Nacht in der Gruft überstehen,können sie alle angesammelten Schätze der vorherigen,gescheiterten Wettpaten behalten.

Der Bodycount ist so gering wie einem Besuch in der Geisterbahn und als solcher offenbart sich der Streifen dann auch.Bava wollte mal wieder auf Atmosphäre setzen – es geriet gründlich daneben,da reichen ein paar Nebeleffekte,billige Kulissen und harmlos geschminkte Zombies nicht aus,um einen zu erschrecken.Zudem fließt überhaupt kein Blut,wodurch auch der letzte Anreiz verschwindet,sich dieses dämliche Machwerk anzusehen.
Selbst die Darstellerinnen sind weit von einer „Next-Door-Nikki-Optik“ entfernt und retten ebenso wenig,wie ein im Wasser schwimmender Augapfel,der allenfalls für einen Schmunzler in Richtung Muppet-Niveau gut ist.

Damit kann man keinen eingefleischten Horrorfilmfan beeindrucken – unspannend,ideeenlos,harmlos,ein Film,den keiner braucht.
2 von 10 Punkten

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