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(SPOILER)  Der wohlhabende 24 Jährige Frank ist Tierpräparator und geht dieser Tätigkeit voller Motivation nach. Nachdem seine Geliebte Anna eines Tages an einer seltsamen Blutkrankheit stirbt, entnimmt er diese wieder ihrem Grab um sie daraufhin zu konservieren. Die eiskalte Haushälterin aber, kriegt von seinem Vorhaben Wind, und hat Frank ab da an in der Hand. Völlig fanatisch wird hier der Charakter von Frank gespielt. Seine Liebe zu Anna, geht soweit ins Unerklärliche, dass andere Menschen kein Stellenwert in seinem Leben mehr darstellen. Die Haushälterin, die sich nach dem Tod Annas, ihm aufzudrängen versucht und ihm rät von Anna loszulassen, geht nach hinten los. Frank entwickelt gegenüber seiner Haushälterin so was wie Hass, auch wenn sie sich ihm immer und immer wieder anbietet. Selbst, als Frank eine übergewichtige, amerikanische Tramperin mitnimmt, diese töten muss, bietet sich die Haushälterin als Helferin an, indem sie die Leiche im Säurebad verschwinden lässt. Auch andere Frauen, die Frank im Laufe des Filmes trifft, werden zwar gekonnt charmant umgarnt, doch der verstörte, grenzdebile Frank, schleppt diese nur nach Hause wobei er dann merkt das seine Liebe zu Anna noch zu gross ist, er nicht loslassen kann, und seine neuen Bekanntschaften  tötet. In der Laufe der Zeit, entwickelt sich in Franks Leben eine Dreiecksbeziehung zwischen ihm, Anna und seiner Haushälterin, der er sich nach und nach unterwerfen muss. Als aber, irgendwann, die Zwillingsschwester Annas erscheint, entbrennt Franks Hass gegenüber seiner Haushälterin und endet in einem grandiosen Finale.

Wow. Dieser Film von Joe D’Amato ist storymäßig sowie in der Umsetzung einfach nur grandios und ist auch völlig berechtigterweise beschlagnahmt worden. Die gezeigten Effekte, die völlig in den Wahnsinn gezeigte Liebe zu Franks Geliebten werden so schockierend dargestellt, dass selbst ich aus dem Staunen nicht mehr rauskam. Wenn der leicht nekrophile Frank seiner Geliebten die Gedärme entnimmt, ihr das Blut auspumpt und in ihr Herz beisst sind solch schockierende Szenen, die ihre Wirkung absolut nicht verfehlen. Nicht weil die Umsetzung oder die Effekte realistisch aussehen mögen, nein, die Inszenierung und die Wirkung an sich, die Tat und die Idee dahinter, die sich beim Betrachter im Kopf abspielen, haben mich zumindest entsetzt in den Stuhl gefesselt. 

In diesem gesamten Werk, beweist D’Amato mal wieder, welches wirkliche Talent in ihm steckte. Er konzipierte eine wirkliche eindringliche Geschichte über Nekrophilie, Sadismus und die leicht zerbrechliche Gestalt Franks, dem eigentlichem netten, charmanten Jungen und dem wahnsinnigen „Monster“ hinter der Fassade werden absolut grandios von dem Schauspieler verkörpert, wenn auch viele andere hier die Darsteller als „scheisse“ titulieren.Doch übertroffen wird Franks Darstellung noch von der Haushälterin, die völlig fanatisch nach Franks Liebe hechelt. Hochatmosphärisch und mit dem gelungenen Score von Goblin entwickelt der Film eine Spannung auf die den Film tragen und zu keiner Minute langweilig werden lässt.

Fazit:
Joe D’Amato liefert mit Sado wohl seinen besten Film ab. Hochatmosphärisch, spannend und schockierend stellt er einen der grossen Klassiker des italienischen Horrorfilms dar und weiss mit seiner Wirkung nicht zu verfehlen. Getragen von seinen derben Effekten und dem guten Score von Goblin ist dieser Film ein einziger Schock, der durch die gelungene Darstellung der Charaktere und deren Beziehung zu einander noch wirkungsvoller zu Geltung kommt. 

10 / 10  

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