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So originell können Vampirfilme des neuen Jahrtausends sein, aber dennoch bietet „Out for Blood“ ca. 90 Minuten lang solide Unterhaltung.

Der Film beginnt recht erwartungsvoll mit einer heißen Vampirorgie. Sex, Drogen und Vampire. Ein wirklich guter Start (die Bassbox hat an dieser Stelle bei mir das ganze Haus zu dröhnen gebracht – also ordentlichen Sound hat der Film schon mal) und nach 10 Minuten haben wir ein R-Rating sicher in der Tasche. Danach fällt der Streifen leider etwas ab. Es beginnt die altbekannte „Ich habe etwas gesehen, aber kann es nicht beweisen und deswegen glaubt mir auch niemand“-Geschichte. Das zieht sich dann bis zum Ende hin. Hank ergreift dann natürlich selbst die Initiative und stellt sich mit seiner Ex-Frau den Vampiren entgegen. Einzig das Finale bietet noch eine interessante Wendung.

Das Hauptproblem des Films ist seine Einfallslosigkeit. Alles hat man so schon einmal gesehen und wirklich große Überraschungen gibt es auch keine, wobei die Inszenierung aber recht ordentlich ist. Ein weiteres Problem ist, dass manche Storyelemente nicht richtig ausgebaut werden z.B. die Sache mit Susans Freund.

Die Vampirmasken erinnern ein wenig an die aus „From dusk till dawn“ und wie dort gelten die üblichen Regeln: Vampire können sich nicht am Tage bewegen, haben kein Spiegelbild und schlafen nachts in ihren Särgen etz. Ich spare mir hier eine komplette Auflistung.

Lance Henriksen als Captain John Billings ist eines der Highlights des Films, ansonsten sind nur Darsteller aus der zweiten Reihe an Bord. Kevin Dillon („Flucht aus Absolom“ und „Spezialeinheit IQ“) als Hank spielt ebenfalls sehr gut. Den heruntergekommen Polizisten nimmt man ihm zu jedem Zeitpunkt ab.

Nun ja. Der Film ist weder richtig gut noch richtig schlecht. Kann man sich einmal anschauen, aber zu mehr taugt er leider nicht.

6/10

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