Review

Die guten 80er Jahre, da konnte man solche Film noch bringen und zwar mit einem gewissen Stil. Heute würde so ein Werk ausgebuht werden.
Die Fernsehzeitung TV Spielfilm schreibt " Wenn der Regiesseur schon Rowdy heisst " und gab dem Film eine schlechte Kritik. Ich als Fan der 80er Action kann das natürlich gar nicht verstehen.
Road House wurde von Actionprduzent Joel Silver persönlich produziert, daher konnte man auch mit einem ordentlichen Budget rechnen.
Als Regiesseur nahm man Rowdy Herrington, dieser hatte Erfahrungen im Actiongenre und in der Barszene anscheinend auch.

Um es gleich vorweg zu nehmen, Klischees sind in Dutzenden vorhanden und die Story funktioniert nach Schema F. Aber bei so einem Film soll man ja eigentlich gar nicht nachdenken, sondern sich amüsieren, dass kann man prächtig.
Inhalt:
Profi Rausschmeißer Dalton ( Patrick Swayze ) bekommt eine neue Stelle in Jasper angeboten. Dort soll er in der heruntergekommenen Spelunke Double Deuce für Ordnung sorgen. Doch das ist gar nicht so einfach, denn es gibt da nicht nur üble Schläger sondern auch den skrupellosen Brad Wesley ( Ben Gazzara ), welcher die ganze Stadt unterdrückt. Doch Dalton sagt Wesley und seiner Bande den Kampf an. Mit Hilfe seines Kumpels Dude ( Sam Elliot ), beginnt er in dem Nest für Ordnung zu sorgen. Nebenbei verliebt er sich noch in Wesleys Ex Freundin Elizabeth Clay ( Kelly Lynch ).

Wie gesagt, nach Schema F. Es gibt ein Haufen cooler Typen, es werden Sprüche geklopft ohne Ende und eine ausgeprägte Lovestory inklusive etwas Erotik ist auch vorhanden. Aber das sind die 80er.
Vor allem die Baratmosphären hat Herrington super eingefangen. Die Bars sind zum Teil sehr heruntergekommen, überall fiese Phrasen an den Wänden, es wird gedealt, auf den Tischen getanzt und es gibt fast jeden Abend eine Prügelei. Ob das damals in den USA wirklich so war, das sei mal dahingestellt. Trotzdem sind Atmo und Optik super gelungen und auch die staubige Kleinstadt passt zum Geschehen.
Dazu gibt es viele Country und Rocksongs als perfekte Untermalung, so etwas wird heutzutage leider gar nicht mehr gespielt. Deshalb hat man für die Musik extra eine eigene Band angeheuert, welche auch teils im Film mitspielt, nämlich The Jeff Healey Band.

Wer hier Action am laufenden Band erwartet, der wird enttäuscht sein. Manche Konflikte werden hier nicht mit Fäusten, sondern auch mit Worten beigelegt. Aber natürlich wird auch ordentlich zugelangt. Die Prügeleien sind sehr realistisch und hart anzusehen, was bedeutet, es gibt viele blutige Nasen oder gar ganze Gesichter. Auch Dalton muss zum Teil kräftig einstecken. Höheüunkt ist ganz klar der Zweikampf zwischen Dalton und Wesleys kickboxenden Handlanger, welcher wirklich sehr lang geht und brillant und hart choreographiert ist. Natürlich dürfen auch ein paar kleine Schusswechsel nicht fehlen, die vor allem bei Wesley in sehr blutigen Einschüssen enden. Dazu gibt es noch reichlich Sachschäden. Eine Menge Autos werden verschrottet, inklusive Daltons schicker Mercedes, viele Bareinrichtungsstücke werden zu Klump gehauen und ganze Häuser fliegen in die Luft. Es ist eine Menge Unterhaltung geboten, dazu noch jede Menge coole Onliner.

Patrick Swayze hätte man so eine Rolle gar nicht zugetraut. Aber er spielt Dalton mit viel Selbstbeherrschung und Coolness und in den Actionszenen macht er auch eine gute Figur. Seine Rolle ist rundum gelungen.
Kelly Lynch ist zwar keine Edelmimin, muss aber hier nur richtig ihren Körper präsentieren und sorgt so für den nötigen Sexappeal, natürlich darf sie Dalton einmal richtig durchs Bett scheuchen.
Ben Gazzara machte seine Sache als Ben Wesley wirklich mehr als ordentlich. Die skrupellose Plage nimmt man ihm auf jeden Fall ab und der Zuschauer wird ihn hassen. Dafür wird er extra blutig und schmerzhaft zur Hölle geschickt.
Sam Elliot ist auch immer wieder gern gesehen. Er verkörpert Dude, den besten Kumpel von Dalton. Auch er ist ein Profi Rausschmeißer und war Daltons Lehrer. Nur seine langen Haare sind etwas gewöhnungsbedürftig.

Fazit:
Cooler 80er Jahre Actionfilm. Die Story läuft nur am Rande und nach Schema F. Aber Road House macht einfach Laune und bietet spitzen Keilereien und auch ein paar Shootouts. Kulisse und Sound passen perfekt. Die Darsteller sind keine Edelmimen, passen aber einfach gut ins Konzept. Tolle Unterhaltung und die 80ies at its best.

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