"I want you to be nice until it's time to not be nice."
Als Rowdy Herrington den von Joel Silver produzierten Streifen drehte, müssen die Kino-Götter gerade wohlwollend runtergeschaut haben, anders ist es eigentlich nicht zu erklären, dass Road House so verdammt heftig & hartnäckig & unermüdlich rockt.
Ein primitiver Schlägerfilm mit einem hard-hitting Helden (Patrick Swayze), der die Coolness mit Löffeln gefressen hat & eine üble Spelunke salonfähig machen soll, der die Stadt am Ende aus dem Würgegriff eines psychotischen Tyrannen (Ben Gazzara) befreit & nebenbei natürlich auch noch das Mädel (Kelly Lynch) kriegt, das ist wahrlich nicht der Stoff, der die Zeit überdauern & zum Kult reifen sollte.
Aber so ist es & es ist scheißegal, wieso es so ist. Also am besten zurücklehnen, das 80s-Flair aufsaugen, die Aktionen & Sprüche des charismatischen Ex-Dirty-Dancer genießen, bei der fetzigen Oldies-Mucke mitwippen, bei der Wucht der Schläge, die James "I thought you'd be bigger" Dalton & Kumpel Wade Garrett (Sam Elliott) austeilen & einstecken, aus Solidarität die Muskeln anspannen & wieder lockern & natürlich immer dran denken, was Dalton gesagt hat: "Pain don't hurt!"
Ob das auch für gebrochene Knochen, mit Kugeln gespickte Körper & rausgerissene Gurgeln gilt, weiß ich allerdings nicht.