Wer kennt ihn nicht?: Hape Kerkeling. Der immer freundliche Entertainer, mit dem bissigen, aber nie beleidigendem Witz, der Konsequent die Höhe der Gürtellinie einhält. Mit "Kein Pardon" schaffte er eine bissige Satire auf die Medien und mit "Club Las Piranjas" gelang ihm ein gekonnter Seitenhieb auf deutsche Pauschalurlauber.
Im neusten Film "Samba in Mettmann" vermisst man diesen bissigen Witz leider etwas. Doch bevor es dazu kam, gab sich Hape in der TV-Komödie "Die Oma ist tot" noch einmal die Ehre. Und das noch mal in gewohnter Form.
"Die Oma ist tot" strotz geradezu mit dem typischen Hape-Witz. Recht bissig, teilweise sogar ziemlich stark, zieht Hape hier das Spießbürgertum der Deutschen (und der Polen) gekonnt durch den Kakao. Egal ob es nun die tote Oma ist, die in einem Surfbrett-Träger(!) zu ihrem Grab gefahren wird. Oder der überstrenge Zoll-Beamte (großartig: Wolfgang Völz), die dämlichen Auto-Klauer, das pummelige Söhnchen, der polnische Dialekt der Frau, die ständig Whisky trinkenden Polen oder eben Hapes durchgehend missgelaunter Charakter. Alles passt so wunderbar zu einander und ist dabei rasend witzig und mit viel Sorgfalt durchdacht worden und dürfte einem gefallen.
Leider braucht der Film aber hier und da mal etwas Zeit. Vor allem am Anfang dümpelt das Ganze erstmal etwas vor sich hin und kommt nicht so recht in Fahrt. Doch im Großen und Ganzen hält der Film ein recht gutes Tempo ein.
Schauspielerisch kann man ebenfalls zufrieden sein. Hape ist wieder einmal grandios und auch alle anderen Darsteller können gefallen.
Fazit: Bissige und rasend komische TV-Komödie im typischen Hape-Stil. Wer bei "Samba in Mettmann" den deftigen Humor vermisst hat, wird hier bestens verdient. Auf jeden Fall mal ein TV-Film den man sich anschauen kann!
Wertung: 7,5/10