Das ist er, der koreanische "Das dreckige Dutzend", den das Leben schrieb. Nachdem Mitte der 60er ein nordkoreanisches Todeskommando davon abgehalten wird, den südkoreanischen Präsidenten Park Chung-hee zu ermorden, wird auf Geheiß des Geheimdienstes die Spezialeinheit 648 gegründet, die einen ungemein erfolgreicheren Vergeltungsschlag auf den nordkoreanischen Diktator Kim Il-sung verüben soll. Bestehend aus 31 zu lebenslanger Haft oder Todesstrafe verurteilten Vebrechern, wird das Sonderkommando auf einer abgelegenen Insel 3 Jahre lang knallhart ausgebildet. Als es jedoch zu dem inzwischen von allen heiß ersehnten Anschlag kommen soll (einzig übriger Lebensinhalt der Soldaten, zumal der verantwortliche Captain ihnen Geld, Straffreiheit und Auszeichnungen versprochen hat), ist die Regierung Südkoreas um eine diplomatische Lösung des Nord-Süd-Konfliktes bemüht, und der Anschlag wird in letzter Minute abgeblasen. Fortan versucht der Captain, sein Versprechen einhalten und den Zweck des Kommandos aufrechterhalten zu können, scheitert aber immer wieder an den Ansichten der Chefetage (Geheimdienst und Air Force). Schließlich lautet der Befehl, die Einheit durch Exekution aufzulösen, aber der Captain bringt es nicht über's Herz, sondern sorgt dafür, dass die Truppe davon Wind bekommt, und natürlich wendet sie sich gegen ihre Ausbilder. Nach dem konsequent folgenden Gemetzel brechen die letzten überlebenden 19 schließlich auf, um entgegen jeglicher Geheimhaltungsvorschrift und Vertuschungsversuche der Welt zu verkünden, wer sie sind, während die Medien bereits vor wahnsinnigen Kommunisten warnen, die es auf den Präsidenten abgesehen haben. Auf geht's zum Wohnsitz des Präsidenten...
Obwohl zumindest über die ersten zwei Drittel der Laufzeit irgendwie plakativ inszeniert, kommen dem Film die miteinander harmonierenden Schauspieler und die tolle Inszenierung zugute. Die militärische Ausbildung ist zwar weniger interessant, da man sowas schon dutzendfach und immer ziemlich ähnlich gesehen hat, aber vor allem gegen Ende hin läuft Silmido zur Höchstform auf. Als es zum Gewissenskonflikt der Ausbilder kommt, die geteilter Meinung über die "Auflösung" der Einheit sind, zeigen die Darsteller auch, dass sie schauspielern können. Die gesamte Sequenz vom Aufkommen der Zwietracht, über den Aufbruch von der Insel und unterwegs zum Regierungschef ist wundervoll gespielt und dargestellt, und vor allem die Schlussszene beschreibt ein nettes Statement über die Regierung, als man sieht, dass der gesamte Fall einfach hübsch vertuscht, ungelesen unterschrieben und vermeintlich für immer in irgendeinem gammeligen Aktenschrank verschwindet. Ich gebe 7.5/10 (mathematisch korrekt aufgerundet 8/10)