Alle Kurzkommentare


6

Ein Söldnerdrama, das wieder einmal das schwierige Verhältnis der beiden koreanischen Brüderstaaten und die Sehnsucht nach einer Versöhnung und Wiedervereinigung thematisiert. Die Ausbildungsszenen inklusive der vielen Bestrafungen sind krass, trotzdem ist der Film insgesamt jetzt auch nicht allzu hart. Natürlich gelingt es nicht, allen 31 Kämpfern so etwas wie Charaktertiefe zu verpassen, das ist ja gar nicht möglich. Neben dem etwas einseitigen Getrieze gibt es das Übliche: abwechselnd Kameradschaftlichkeit und Konflikte in der Truppe. Was mich - neben der Tatsache, dass SILMIDO viel zu lang geraten ist - stört, das ist wie immer der viele Pathos, z.B. die klischeehaft-mitreißende heroische Musikuntermalung. Und dann das ständige inbrünstige Gesinge! Dass die Mission abgeblasen wird, ist nicht nur für die Männer ernüchternd! Ihr fataler Ungehorsam hingegen sorgt für immense Spannung.

7

„Silmido“ mag eine etwas zu große Portion „macho“ besitzen - trotzdem handelt es sich bei dem Film um ein gelungenes Niemande-werden-durch-hartes-Training-zu-Kampfmaschinen-ausgebildet Drama, mit einem Ende, was es in Hollywood so wahrscheinlich nie geben dürfte. Vorallem die allerletzte Sequenz, in der ein Aktenordner unter vielen verschwindet, hat eine sensationelle Wirkung auf den Zuschauer und untermauert noch einmal nachhaltig die Aussage des Films.

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